Ein Mörder läuft noch frei herum

Doppelmord in Königsdorf - Sohn der Pflegekraft festgenommen - Fahndung nach Robert Pludowski geht weiter

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Königsdorf/Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen. In Zusammenhang mit der vollständigen Aufklärung des Gewaltverbrechens im Weiler Höfen sind Sonderkommission und Staatsanwaltschaft diesem Ziel erneut einen großen Schritt näher gekommen. Am Dienstag wurde ein 23-jähriger polnischer Staatsangehöriger in seinem Heimatland festgenommen, der nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen direkt an der Tat beteiligt war. Es handelt sich dabei um den Sohn der Pflegekraft, die sich seit knapp zwei Wochen in Untersuchungshaft befindet.

In den vergangenen Wochen hat sich für die Ermittler der Soko „Höfen“ Mosaikstein für Mosaikstein zusammengefügt. Aufgrund der umfangreichen Vernehmungen im Umfeld der bisher festgestellten Tatverdächtigen sowie der kriminaltechnischen Untersuchungen beim Institut für Rechtsmedizin in München und beim Bayerischen Landeskriminalamt verdichteten sich die Indizien, dass an dem Gewaltverbrechen mindestens drei Personen unmittelbar beteiligt waren. Die Überprüfung mit bislang gewonnenen Erkenntnissen ergab Übereinstimmungen, die einen dringenden Tatverdacht gegen den 23-jährigen Sohn der Pflegekraft, dessen 43-jährigen Onkel und einen 32-jährigen polnischen Staatsangehörigen begründeten.

Nachdem der 32-Jährige bereits am 16. März in der südostpolnischen Stadt Rzeszow festgenommen wurde, waren die polnischen Behörden am 21. März in Stettin abermals erfolgreich und vollzogen dort gegen den 23-Jährigen einen internationalen Haftbefehl. Die Auslieferung der beiden inhaftierten polnischen Männer wurde durch die Staatsanwaltschaft München II beantragt. Weiterhin auf der Flucht ist der 43-jährige Robert Pludowski, der möglicherweise bewaffnet ist. Diesbezüglich sind intensive Fahndungsmaßnahmen in Abstimmung mit dem Bayerischen Landeskriminalamt eingeleitet.

Ungeachtet der bislang erfolgten Festnahmen laufen die Ermittlungen der Soko „Höfen“ unter der Leitung von Kriminaloberrat Markus Deindl weiter. Aus den bereits bekannten und zukünftig gewonnenen Erkenntnissen gilt es, gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft München II den komplexen Sachverhalt aufzuklären und dabei insbesondere auf die möglichen Tatbeteiligungen der vier dringend Tatverdächtigen einzugehen.

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