Im Netz der Bundespolizei

Gleich mehrere mutmaßliche Schleuser auf Inntalautobahn gestoppt

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Inntal – Am Wochenende hat die Bundespolizei auf der A 93 gleich mehrere mutmaßliche Schleuser festgenommen. Bei den Geschleusten handelt es sich um Afghanen und Iraker. So stoppten Bundespolizisten am Sonntag in der Kontrollstelle bei Kiefersfelden einen Pkw mit österreichischer Zulassung. Am Steuer saß ein afghanischer Staatsangehöriger. Der 29-Jährige konnte sich mit einem Reisedokument für Flüchtlinge ausweisen. Seine vier Begleiter, zwischen 18 und 26 Jahre alt, stammen ebenfalls ursprünglich aus Afghanistan. Sie verfügten nicht über die erforderlichen Einreisepapiere.

Wie sich herausstellte, befinden sie sich bereits in Österreich im Asylverfahren. Alle vier wurden dorthin zurückgewiesen. Der Schleuser, der im Salzkammergut einen festen Wohnsitz hat, konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Rückfahrt antreten. Auf ihn kommt voraussichtlich schon bald ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern zu.

Wegen Schleuserei wurde auch ein Iraker angezeigt. Der 40-Jährige musste jedoch auf richterliche Anordnung hin die Untersuchungshaft antreten. Mit seinem in Italien zugelassenen Wagen hatte er drei Landsmänner über die Grenze befördert. Bei der Rastanlage Inntal-Ost beendete die Bundespolizei diese Tour. Die Geschleusten im Alter von 27, 28 und 30 Jahren bekundeten kein Interesse an Schutz oder Asyl in Deutschland. Nach vorliegenden Erkenntnissen waren sie in der Vergangenheit bereits in Italien registriert worden. Das Trio wurde in Zurückschiebehaft genommen.

Ebenfalls auf der Inntalautobahn kontrollierten die Bundespolizisten am Samstag die fünf Insassen eines Autos mit österreichischen Kennzeichen. Fahrer war ein 22-jähriger Österreicher, Beifahrer ein 30-jähriger Afghane, der sich mit einem Flüchtlingspass ordnungsgemäß ausweisen konnte. Die übrigen drei Mitfahrer, 30, 33 und 35 Jahre alt, hatten lediglich Papiere, die den Aufenthalt in Österreich gestatteten. Daher wurde ihnen die Einreise in die Bundesrepublik verweigert. Sie mussten ins Nachbarland zurückkehren.

Der in Kabul geborene Fahrzeugführer und sein afghanischer Beifahrer fuhren ebenfalls zu ihren Wohnsitzen in Oberösterreich zurück. Sie wurden wegen des Schleusungsversuchs angezeigt.

 

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