Gelingt das „Wunder von Marburg“?

FireGirls Bad Aibling spielen am Samstag ihr erstes Playoffspiel - Public Viewing in der Aiblinger Sporthalle

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Bad Aibling – Das erste Playoff-Spiel rückt näher – die Anspannung wächst, die Vorfreude auch. Die FireGirls aus Bad Aibling machen sich auf nach Hessen zur ersten Begegnung im Duell gegen BC Pharmaserv Marburg am Samstagabend. Dabei sind die oberbayerischen Basketballerinnen trotz starker Bundesligasaison die krassen Außenseiter. Denn Marburg ist zuhause eine fast uneinnehmbare Festung. Lediglich der TSV 1880 Wasserburg konnte hier punkten …

Für Aiblings Trainer Oliver Schmid (Foto) eher ein Ansporn als ein Angstmacher. „Wir wollen nach Wasserburg die zweite Mannschaft sein, die dort gewinnt“, sagt er. „Denn zum Verlieren fahren wir nicht nach Marburg.“ Damit die FireGirls ihre Außenseiterchance nutzen können, hat er sein Team in den vergangenen zwei Wochen optimal auf dieses Spiel eingestellt. Obwohl die Bedingungen dafür alles andere als optimal waren.

Noch immer besteht der Kader der Aiblingerinnen nur aus sieben Spielerinnen. Außer der Starting Five mit Lena Bradaric, Jessica Höötmann, Christina Schnorr, Cyrielle Recoura und Lindsay Sherbert sind gerade mal noch Elisa Hebecker und Julijana Kancevic einsatzbereit. „Wir versuchen jetzt eben, aus der Not eine Tugend zu machen“, sagt Schmid und setzt darauf, dass er ein eingespieltes Team aufs Parkett schicken kann, das dann über sich hinauswächst. Denn, darüber ist sich der Coach im Klaren, am Samstag muss jede Spielerin am Limit agieren.

„Wer weiß“, sinniert er, „die Playoff-Zeit ist eine extreme Zeit. Vielleicht können wir hier sogar noch etwas über unsere Grenzen hinausgehen.“ Was auf seine Mädels zukommt, kann er ziemlich genau beschreiben: „Marburg ist ein tolles Team, das diszipliniert spielt und immer eine geschlossene Mannschaftsleistung abliefert. Dazu haben sie einen insgesamt ausgeglichenen und starken Kader. Wir müssen jede einzelne von ihnen stoppen. Es ist eine echte Herausforderung, eine Mammutaufgabe. Bei uns hat da jede genau ihre Aufgaben. Marburg darf nicht zur Entfaltung kommen.“

Trotzdem fahren die FireGirls selbstbewusst nach Marburg, denn zu verlieren haben sie nichts und Schmid würde sich diebisch freuen, wenn er all die vorgefassten Expertenmeinungen Lügen strafen könnte. Dafür reisen er und seine Spielerinnen schon am Freitag an, damit sie am Samstag ausgeschlafen sind und vor Ort noch ein lockeres Training abhalten können. Und wer weiß – vielleicht gelingt ihnen ja das „Wunder von Marburg“.

 

Live-Übertragung in der Sporthalle Bad Aibling

Übrigens: Wer sich das Auswärtsspiel der Fire Girls anschauen möchte, kann dies am Samstag via Großbildleinwand in der Sporthalle Bad Aibling tun.

Hier gibt’s ab 19 Uhr Public Viewing zum Nulltarif – schon um 17 Uhr wird hier im Sportpark gegrillt.

Foto: www.batchfield.de

 

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