Nitratwerte im Landkreis überall im Limit

Freude heute im Landratsamt: „Sämtliche Proben waren unter dem Grenzwert"

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Landkreis – Getrunken ist getrunken, aber trotzdem darf es die Bürger im Nachhinein wohl freuen: Es gab 2016 keine Überschreitung des Nitrat-Grenzwertes beim Trinkwasser im Landkreis. Das jedenfalls meldet heute am Freitagmittag das Landratsamt. Alle Proben auf Nitrat im Landkreis Rosenheim haben den in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter eingehalten, heißt es. Der Nitratgehalt in Salaten wie Rucola und Feldsalat war dieser Tage von Stiftung Warentest als viel zu hoch eingestuft worden. Wie das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim mittteilte, wurden …

… im Landkreis insgesamt 211 Wasserproben auf Nitrat getestet.

Der Nitrat-Mittelwert aller Proben lag bei 12,5 Milligramm pro Liter. Der Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter wird sowohl in der Grundwasserrichtlinie der Europäischen Union beschrieben, als auch vom Umweltbundesamt als Höchstmaßnahmewert für Säuglinge angegeben.

Täglich nehmen wir Nitrat zu uns: Zehn Prozent davon kommen aus gepökeltem Fleisch. Der weitaus größte Anteil mit 70 Prozent steckt im Gemüse – oder eben im Salat.

Nitrat ist für viele Verbraucher ein Reizwort, dabei ist Nitrat an sich nicht gesundheitsgefährdend. Nitrat kann aber bereits im Lebensmittel oder während der Verdauung durch die Einwirkung von Bakterien in Nitrit umgewandelt werden – dem eigentlich gesundheitlich problematischen Stoff.

Vor allem für Säuglinge kann Nitrit gefährlich sein: Das aufgenommene Nitrit stört den Sauerstofftransport durch die roten Blutkörperchen. Dies kann zu Sauerstoffmangel in den Geweben bis hin zur inneren Erstickung führen. Das Phänomen ist als Blausucht bekannt.

Für den erwachsenen Menschen kann Nitrit gefährlich werden, weil es im Körper mit Aminen zu sogenannten Nitrosaminen reagieren kann. Diese haben sich im Tierversuch als krebserregend erwiesen.

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