Mit dem Motorrad in extremen Himalaya-Höhen

Wiederholung des Vortrags von Dr. Peter Markreiter im Bistro Grammophon

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Kolbermoor – Beim ersten Multivisionsvortrag im Februar war der Laden greammelt voll. Deshalb gibt’s im Bistro Grammophon gleich eine Wiederholung. Am kommenden Samstag, den 20.Mai gibt’s deshalb um 20.00 Uhr wieder „Mit Roy Endfields in extremen Himalaya Höhen“ von Dr. Peter Markreiter zu sehen und zu erleben. Denn der war mit dem Motorrad in extremen Himalaya-Höhen.

Selbst die erfahrensten Motorradfahrer geraten auf dem höchsten befahrbaren Pass der Welt, dem Kardung La im Himalaya, ins Straucheln. Bis zu 5600 Meter Höhe, Temperaturen von bis zu 30 Grad am Tag sowie um die fünf Grad in der Nacht und dabei acht bis neun Stunden am Tag Motorradfahren – die Himalaya-Tour ist „nicht ohne“, weiß Tour Doc. Peter Markreiter. Er ist vor vier Jahren zum ersten Mal in einer 12-tägigen Reise über die Gebirgskette in Asien gefahren.

„Sobald man über 4000 Meter Höhe ist, wird es anstrengend.“ Das zeigt sich bei den Tour-Teilnehmern mit Schlaf- und Konzentrationsstörungen oder auch durch Appetitlosigkeit. Somit entstehen auf der Strecke auch ungeahnte Schwierigkeiten. Markreiter erinnert sich an einen Fahrer, der ganz souverän und hochkonzentriert eine Flussdurchfahrt durchquert hat – danach hatte er jedoch durch die Anstrengung Konzentrationsprobleme und eine sachte Kurve nicht registriert. Er fuhr mit seiner Maschine gegen einen Stein.

Laut dem Motorradfahrer ist es schwierig, sich darauf vorzubereiten. „Es nützt nichts, wenn man sich einen Tag auf den Deich stellt.“ Eine gewisse Grundfitness sollte vorhanden sein, aber jeder Mensch reagiert auf die Verhältnisse im Himalaya anders. Hinzu kommt, dass man sich auf der Strecke nicht verschätzen darf. Denn es kann sein, dass es neben der Fahrbahn 200 bis 300 Meter in die Tiefe geht – wenn dann Kreislaufprobleme unterschätzt werden, kann es gefährlich werden. Obwohl sie meist nicht schneller als 35 Stundenkilometer fahren, birgt die unebene Fahrbahn einige Tücken. Daher geht Sicherheit vor: Bei jeder Tour ist außerdem ein Arzt und ein kleiner Bus, der Verpflegung und Werkzeug an Bord hat, dabei.

Dem passionierten Motorradfahrer geht es nicht nur um Nervenkitzel. Er will Abstand vom hektischen Alltag gewinnen. Ohne eine stete Strom- oder Telefonverbindung lässt es sich einfacher abschalten. Umstellen müssen sich die Fahrer allemal: „Es ist nicht garantiert, dass man abends eine warme Dusche hat.“ Darüber hinaus beschreibt er das Erlebnis als „hochgradig faszinierend, aber auch völlig fremdartig“ mit Blick auf die Landschaft und die Kultur. Zwei Tour-Teilnehmer starteten ihre ganz eigene Himalaya-Tradition. Im letzten Jahr verteilten sie rund 200 „ausrangierte“ Teddys unterwegs an Straßenkinder.

Der Eintritt ist frei. Der Hut geht durch! Wird für einen Aufbau eines Kinderheimes in Nepal gespendet.

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