Geschleuste vom IS verfolgt

Bundespolizei beendet Schleusung auf der Inntalautobahn

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Kiefersfelden – Bei Grenzkontrollen hat die Bundespolizei am Dienstag auf der Inntalautobahn drei mutmaßliche Schleuser festgenommen. Die zwei Männer und eine Frau werden beschuldigt, in ihren Autos sieben Ausländer illegal nach Deutschland gebracht zu haben. In den frühen Morgenstunden stoppten die Bundespolizisten in der Kontrollstelle bei Kiefersfelden zwei Fahrzeuge mit deutscher Zulassung. Am Steuer des ersten Pkws saß ein irakischer Staatsangehöriger, der im Besitz eines gültigen Aufenthaltstitels für Deutschland ist.

Fahrer und Beifahrerin des anderen Wagens wiesen sich mit deutschen Flüchtlingspässen aus. In beiden Fahrzeugen saßen insgesamt sieben weitere Personen. Sie alle waren ohne gültige Dokumente unterwegs. Laut eigenen Angaben stammen sie aus dem Irak. Sie erklärten, von IS-Anhängern bedroht und verfolgt worden zu sein. Für die organisierte Schleusung nach Europa seien rund 50.000 Euro gezahlt worden.

In den Diensträumen der Bundespolizeiinspektion Rosenheim äußerten die Geschleusten ein Schutzersuchen. Sie wurden an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Für die drei mutmaßlichen Schleuser ordnete der zuständige Richter Untersuchungshaft an. Sie werden sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.

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