Energiekosten: „Die Politik ist gefordert“

Besuch des Landtagsabgeordneten Otto Lederer bei Fritzmeier Composite in Bruckmühl

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Bruckmühl – Die ehemals größte Werft für Kunststoffboote in Bayern ist mittlerweile einer der führenden Hersteller von unterschiedlichsten Kunststoffbauteilen für die Fahrzeugindustrie. Über diese Entwicklung bei Fritzmeier Composite in Bruckmühl hat sich nun der Landtagsabgeordnete Otto Lederer (M.) vor Ort bei den Geschäftsführern, Kurt Fraunhofer (l.) und Alois Vogl (r.), sowie dem Leiter Werksservice, Arbeitssicherheit und Umwelt Tobias Wagner, informiert. Dabei kam auch zur Sprache, was notwendig sein wird, um weiter erfolgreich zu bleiben.

Von Bayerns Bootswerft zum Kunststofflieferanten für Fahrzeugbauer:

Fritzmeier Composite ist eine Tochtergesellschaft der Fritzmeier-Gruppe, einem Familienunternehmen, das aus einer 1926 gegründeten Sattlerei hervorging und mittlerweile in verschiedenen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften ca. 2.500 Mitarbeiter beschäftigt. Großen Erfolg feierte das Unternehmen  mit der verpflichtenden Einführung der Sicherheits-Bügel bei Traktoren in den 70er Jahren. In Folge entwickelte und produzierte Fritzmeier mitunter die ersten Fahrkabinen für Traktoren, Baumaschinen, Kunststoffboote, Surfbretter, den ersten Voll- Kunststoffski und ebnete damit den Weg als bedeutender Hersteller und Lieferant von Kunststoffteilen und Komplettkabinen für große Fahrzeugbauer.

Bei den Kabinen für Traktoren und Booten ist es nicht geblieben. Fritzmeier Composite stellt in verschiedenen technologisch aufwendigen Verfahren eine Vielzahl von Exterieuer-, Interieur- und Strukturbauteilen wie Spoiler, Windleitsysteme, Seitenverkleidungen, Heckdeckel, Dachmodule und Dachablagen für Lkw, Pkw, Stadtbusse und Traktoren her. Zu den Kunden gehören unter anderem die Nutzfahrzeughersteller Daimler Trucks, MAN, Volvo, Scania, AgcoFendt und Claas sowie die Automobilhersteller BMW und Rolls Royce. „Es gibt fast keinen LKW mehr, an dem keine Teile von uns verbaut wurden“, erklärt Kurt Fraunhofer stolz.

 

Wettbewerbsnachteil Energiekosten: Politik ist gefragt

Trotz der guten Entwicklung der Firma mit rund 600 Angestellten, davon alleine 400 am Hauptsitz in Bruckmühl und der derzeitigen guten Auftragslage gibt es jedoch einen Punkt, der Alois Vogl besonders beschäftigt: Der Wettbewerbsnachteil zu anderen europäischen Ländern in Hinblick auf die Energiekosten. „Es ist schwierig, bei den Produktionskosten mit ausländischen Firmen mitzuhalten“, erklärt Vogl. Hier wünscht sich die Führungsspitze von Fritzmeier mehr Unterstützung seitens der Politik. Otto Lederer nahm dieses Anliegen gerne auf, um es an Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner weiterzuleiten.

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