Unser „Mundart-Montag“: Kukaruz

Bayerische Begriffe und ihre Wurzeln

image_pdfimage_print

„A jeder woaß, dass des Geld ned auf da Wiesn wochst und essen komma’s aa ned, aber brenna dad’s guad. Aber hoazn damma an Woazn und de Ruam und an Kukaruz und wann ma lang so weider hoazn brennt da Huad!“. Diese Textzeile aus dem Hit von Hubert von Goisern kennen wohl viele – oder zumindest die, die schon mal in einem Bierzelt waren. Was aber heißt überhaupt „Kukaruz“ und wo kommt das Wort her?

Goisern singt da vom Kukaruz, der in Bayern und Österreich Mais heißt. Das Wort Kukaruz stammt aus dem Serbischen кукуруз (gesprochen: Kukuruz) und heißt auch dort Mais.

Es kommt vermutlich daher, dass man Mais gerne als Vogelfutter verwendet hat und die Vögel, insbesondere Tauben, Gurr-Laute von sich geben, die sich so ähnlich anhören wie Kukuruz.

Von Serbien ist die Bezeichnung für den Mais über Tschechien, wo er auch so heißt, nach Bayern und Österreich gelangt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.