Lena und Lindsay sagen „Ja“!

Die beiden Aushängeschilder bleiben den FireGirls ein weiteres Jahr erhalten

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Bad Aibling – Es sind nicht nur die neuen Gesichter, die in der kommenden Saison die FireGirls in der oberen Bundesligahälfte halten sollen. Beim Kampf um einen Playoff-Platz setzt das Trainergespann Milos Kandzic und Roland Sovarzo auch auf die Spielerinnen die bei den Aiblinger Basketballerinnen in den vergangenen Jahren stets eine tragende Rolle eingenommen haben und mit für den Erfolg verantwortlich waren. Deshalb freuen sich alle Verantwortlichen im Team darüber, dass Lena Bradaric (r.) und Lindsay Sherbert (l.) ein weiteres Jahr „on fire“ sind.

Nachdem Spielerinnen wie Jessica Höötmann, Christina Schnorr oder Angela Pace die Mannschaft zum Ende der Saison verlassen haben, ist es für das Team umso wichtiger, dass die beiden tragenden Säulen und Identifikationsfiguren der Mannschaft erhalten bleiben. Dazu kommt: Für das Spiel der FireGirls sind das Aufbauspiel von Kapitänin Lena Bradaric und die Trefferquote von Top-Scorerin Lindsay Sherbert so etwas wie die Lebensversicherung. Zudem können beide mit ihrer Erfahrung, ihrer Präsenz und ihrem Siegeswillen das restliche Team mitreißen und so für den einen oder anderen Punkt sorgen. Obwohl Eigengewächs Lena Bradaric schon immer ein FireGirl mit Leib und Seele war, gab es bei ihr die Überlegung, sich in diesem Jahr zu verändern. „Ein Wechsel zu einem Verein, der international spielt, wäre für mich schon reizvoll gewesen“, gesteht sie. „Da habe ich hin und her überlegt, doch letztendlich habe ich auf meinen Bauch gehört und bin in Aibling geblieben.“

Die Gründe für die Nationalspielerin, die auch für diesen August wieder in den Kader der Nationalmannschaft berufen wurde, waren vielfältig. „Wir haben hier in der vergangenen Saison die Liga mit einem sehr guten Ergebnis gehalten und es reizt mich, jetzt noch einen kleinen Schritt weiter zu gehen und uns vielleicht sogar zu verbessern“, sagt sie. „Außerdem bleibt der Stamm der Mannschaft erhalten und neue Spielerinnen, von denen ich einige schon kenne, kommen dazu – das ist eine tolle Herausforderung. Mit denen vor unseren tollen Fans zu spielen, wird mit Sicherheit eine ganz tolle Sache. Auch auf das neue Trainerteam freue ich mich sehr.“ Zudem hat Lena hier in Bad Aibling noch weitere Projekte abseits des Spielfelds, die sie in den kommenden Monaten angehen will.

Und auch Lindsay Sherbert, die in den zwei Jahren, in denen sie hier an der Mangfall spielt, schon fast eine echte Aiblingerin geworden ist, freut sich auf eine weiteres Jahr im Aiblinger Trikot. Für sie war die Entscheidung übrigens nicht sonderlich schwer. Denn: „Ich denke, dieses Team hat ein großes Potenzial und viele Leute im Umfeld, die dahinter stehen. Ich habe es schon immer geliebt, vor den begeisterten Zuschauern im Firedome zu spielen und habe diese großartige Unterstützung stets geschätzt. Außerdem genieße ich es, in Bayern zu leben. Nein, mir fiel es wirklich leicht, hier noch einmal eine großartige Saison dranzuhängen.“

Wie Lena Bradaric ist auch Lindsay eine sehr ehrgeizige Spielerin. Deshalb hat sie der eher mäßige Saisonstart im vergangenen Jahr ziemlich geärgert. Doch wie sich die FireGirls aus dieser Situation heraus gearbeitet haben, ist für sie ein weiterer Grund in Bad Aibling zu bleiben. „Wir haben zuerst einfach keinen Weg gefunden, unsere Spiele zu gewinnen, es war wie verhext. Das war richtig hart für mich. Doch wie bei fast allem im Leben muss man sich durch solche Situationen durchkämpfen, eine positive Einstellung bewahren und weitermachen. Genau das hat unser Team gemacht und mir das Highlight in den zwei Jahren hier beschert: Wir haben richtig zueinander gefunden, den sechsten Platz erreicht und Marburg in den Playoffs drei Spiele abgerungen. Das war großartig.“

Kämpferin Lindsay fühlt sich deshalb wohl bei den FireGirls, weil das Umfeld eine ähnliche Einstellung hat wie sie. „Ich bin von der Entwicklung, die der Club genommen hat beeindruckt. Sie sind in den vergangenen fünf Jahren einen langen, harten Weg gegangen, und ich habe großen Respekt für die Träume und Visionen des Managements. Deshalb hoffe ich, dass ich dazu beitragen kann, dass sie ihre Ziele erreichen und irgendwann einmal zu den absoluten Top-Teams der Liga gehören.“ Sollte dies der Fall sein, hat die US-Amerikanerin allen Grund dazu, einen ihrer ersten Sätze, den sie auf deutsch gelernt hat, mehrmals anzuwenden: „Kann ich ein Bier haben?“

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