Gesünder essen an Schulen

Workshop im Rahmen der Infokampagne „Bio kann jeder“ am 10. Juli in Hermannsdorf

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Hermannsdorf – „Bio kann jeder“ – na klar. Mit Hilfe der bundesweiten Kampagne der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung! Hier hat man sich zum Ziel gemacht, mehr Nachhaltigkeit und biologische Lebensmittel in die Gemeinschaftsverpflegung zu integrieren, besonders in Schulen und Kindertagesstätten. Denn dort ist es besonders wichtig, mit gesunder und nachhaltiger Ernährung anzusetzen.

Das Ernährungsinstitut KinderLeicht als Experte für Nachhaltigkeit und Ökologie ist Träger der Kampagne in Bayern.  Am kommenden Montag, den 10. Juli, findet von 14 Uhr bis 18 Uhr in den Hermannsdorfer Landwerkstätten (Foto oben), Akademie-Raum, Hermannsdorf 7, 85625 Glonn ein „Bio kann jeder“-Workshop statt.

Es werden sowohl theoretische als auch praktische Ideen und Anregungen zur Umsetzung von mehr Bio und einer nachhaltigen Ernährung in der Verpflegung von Kitas und Schulen gegeben. Und das alles muss gar nicht teurer sein, sondern ist lediglich „…eine Frage der Erfahrung“, erklärt Agnes Streber (Foto r.), Ernährungswissenschaftlerin und Geschäftsführerin von KinderLeicht.

Sie sagt: „Immer mehr Kinder und Jugendliche bleiben heute tagsüber oft länger an der Schule. Die Schulverpflegung nimmt zu. Damit auch die Verantwortlichkeit, den Schülern genussreiches und gesundes Essen anzubieten.“

Dass dies nicht so schwer ist, will sie den Teilnehmern des Workshops zeigen. Hier können sie aus der Praxis von Unternehmen lernen, die Bio bereits erfolgreich umgesetzt haben.

Aus langjähriger Erfahrung weiß Agnes Streber, dass es oft nicht am Willen der Anbieter scheitert, mehr Bio und gesunde Gerichte auf den Speiseplan zu setzen, sondern vielmehr an der Sorge, am Ende draufzahlen zu müssen. „Deshalb stellen wir beim Workshop bewusst die Frage: ,wie kriegen wir das wirtschaftlich hin?'“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin und verweist dabei auf den Bio-Speiseplan-Manager. „Hier können wir eine Gesamtübersicht über das Jahr machen. Denn meistens ist nur eine kleine Veränderung der Einkaufsgewohnheiten nötig. Im Herbst sind zum Beispiel konventionelles und Bio-Gemüse preislich fast identisch, Im Mai und Juni ist Bio am teuersten. Wenn man das alles aufs Jahr umlegt, dann ist der Unterschied oft gar nicht so groß.“

Auch Fleischgerichte müssen mit ökologisch erzeugten Produkten nicht unbedingt teuer sein. „Man kann durchaus Biofleisch nehmen, doch man muss ja nicht Gerichte zubereiten, für die man nur die Edelteile verwenden muss. Wenn man ein Geschnetzeltes macht, nimmt man dann eben einige Gramm weniger Fleisch. Das schmeckt trotzdem allen noch sehr gut und preislich macht’s keinen Unterschied“, sagt sie.

Ohnehin hat sie die Erfahrung gemacht, dass man Kinder geschmacklich auch ein bisschen in Richtung gesundes Essen steuern kann. Der Trick: Man nimmt bewährte und bekannte Speisen wie  Kartoffelpüree und reicht dazu zum Beispiel ein Linsen-Ragout. „Dann probieren die Kinder das eher aus und sagen sich: Wenn ich das nicht mag, dann kann ich ja immer noch das Kartoffelpüree essen“, erzählt sie. Ohnehin stellt sie bei Schülern ein steigendes Bewusstsein für das Essen fest: „Die Kinder fragen viel häufiger nach, wo denn ihr Fleisch auf dem Teller genau herkommt.“

Auch wenn es seitens der Kantinen-Betreiber und Köche noch einige Vorbehalte gibt, hat sich auch da manches zum Guten verändert, wie Agnes Streber sagt: „Früher hieß es: ,das funktioniuert eh‘ nicht‘, heute sagt man: ,Ok – wie kriegen wir’s hin?'“

Eingeladen zum Workshop sind alle Verantwortlichen in Schulen und Kindertagestätten: Pädagogische Fachkräfte, Köchinnen und Köche, Küchenkräfte, Landwirte, Verarbeiter, Abo-Kistenbetreiber, Bio- und konventionelle Großhändler und alle, die Interesse an nachhaltiger Ernährung haben. Der Workshop lädt zum Erfahrungsaustausch und Kontakteknüpfen ein. Abgerundet wird der Nachmittag durch das gemeinsame Zubereiten einfacher ökologischer Rezepte, die direkt in die Praxis umgesetzt werden können.

Das Programm des Workshops:

 

14:00 Uhr     Begrüßung und Vorstellungsrunde

Gudrun Schweisfurth/ Hermannsdorfer Landwerkstätten

Agnes Streber/ Ernährungsinstitut KinderLeicht

14:15 Uhr     Warum Bio in der Kinderverpflegung, Grundlagen des Biolandbaus, Bio – Regional – der feine Unterschied, Kennzeichnung von Bio-Lebensmitteln

Agnes Streber/ Ernährungsinstitut KinderLeicht

14:45 Uhr     Vorstellung der Vernetzungsstelle Schulverpflegung

Irmgard Reischl/ Vernetzungsstelle Schulverpflegung Oberbayern Ost

15:00 Uhr     Kaffee-/ Tee-Pause mit Bio-Snacks

Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch

15:30 Uhr     Vorstellung und Betriebsführung Hermannsdorfer Werkstätten

Gudrun Schweisfurth/ Hermannsdorfer Landwerkstätten

16:30 Uhr     Strategien für die Integration von Bio- Lebensmitteln, Einführung in den Bio-Speiseplanmanager

Agnes Streber/ Ernährungsinstitut KinderLeicht

17:00 Uhr     Praxisteil und Umsetzungsstrategien: Bio für Kinder

Stefan Woerl/ Il Cielo Catering

18:00 Uhr     Ende der Veranstaltung

 

 

Die Teilnahme an diesem Workshop ist kostenlos. Wir bitten Sie jedoch, für den Praxisteil fünf Euro Verpflegungspauschale mitzubringen.

Damit wir besser planen können, bitten wir Sie um eine schriftliche Anmeldung.

 

Ansprechpartnerin: Agnes Streber, Geschäftsleitung
Ernährungsinstitut KinderLeicht
Pasinger Bahnhofsplatz 3, 81241 München
Tel.: 089 716 77 50 30, E-Mail: info@kinderleichtmuenchen

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