Der Meridian und der Klimawandel

Massnahmenkatalog wurde am Dienstag auf dem Wendelstein präsentiert

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Holzkirchen/Mangfalltal – Mehr Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad, mildere Winter mit einem durchschnittlichen Temperaturanstieg von 3 bis 4 Grad und die Zunahme von Extremwetterereignissen wie Starkregen, Gewitter und Stürme stellen auch Eisenbahnen vor Herausforderungen. Der Klimawandel ist in vollem Gange, dessen Auswirkungen lassen sich durch geeignete Maßnahmen jedoch in ihrer Wirkung eindämmen. Um solche Maßnahmen mit wissenschaftlichen Methoden zu ermitteln, schlossen sich die Bayerische Oberlandbahn GmbH, die den Meridian betreibt, die LMU München und das bifa Umweltinstitut in Augsburg zusammen.

In Experteninterviews, Fahrgast- und Mitarbeiterbefragungen sowie zwei Workshops wurden unter anderem die Fragen „Was sind die Klimatrends im Gebiet des Meridian?“, „Welche Chancen und Risiken bedeuten die Klimatrends für Fahrgäste, Mitarbeiter und Meridian-Züge?“ und „In welchen Bereichen sollten der Meridian bzw. Eisenbahnverkehrsunternehmen handeln?“ beantwortet. Das Ergebnis bildet eine Broschüre mit dem Titel „Der Klimawandel – Strategien zur Anpassung für den Meridian“, die am Dienstag präsentiert wurde. Sie enthält neben Handlungsfeldern 53 konkrete Maßnahmen, durch deren Umsetzung die Bayerische Oberlandbahn GmbH dem Klimawandel begegnen kann. Darunter finden sich solche, die allein im Einflussbereich dieser Eisenbahn liegen, aber auch solche, bei denen mehrere Akteure des Schienenpersonennahverkehrs zusammenarbeiten müssten.

Dr. Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH: „Bereits heute sind unsere elektrischen Züge des Meridian umweltfreundlich. Viele Fahrgäste entscheiden sich für Fahrten mit uns, anstatt mit dem Auto. Somit tragen sie und wir dazu bei, die Umwelt zu schützen. Nichtsdestoweniger bereiten wir weitere Maßnahmen vor, um weiterhin unseren Beitrag zu einer intakten Umwelt zu leisten. Klimaschutz ist hier das oberste Ziel, aber auch die Vorbereitung auf die Klimaveränderungen ist wichtig.“ Weiter lobt er die konstruktive Zusammenarbeit und gibt einen Ausblick auf bereits projektierte Neuerungen bei der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, die dem Klimawandel positiv begegnen werden. Beispielsweise werden Mitarbeiter im Umgang mit Extremwetterereignissen noch besser geschult, um in diesen Fällen die Kommunikation zu Fahrgästen weiter zu optimieren. Ferner laufen die Planungen, um in zwei Meridian-Zügen WLAN zu testen.

 

Auf der Webseite der Bayerischen Oberlandbahn GmbH steht unter
www.meridian-bob-brb.de eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse als Broschüre zum Download zur Verfügung. Das bifa Umweltinstitut wird unter www.klimaanpassung.bayern in Kürze die vollständige Forschungsdokumentation bereit stellen.

 

Foto: Die Projektteilnehmer während der Abschlusspräsentation auf dem Wendelstein: Dr. Michael Schneider (bifa), Monika Bokelmann (bifa), Dr. Christina Hans (LMU), Dr. Bernd Rosenbusch (BOB) (v.l.)

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