Mehr Bio in staatlichen Kantinen? Nicht in Bayern!

Grüne enttäuscht: CSU bleibt Bekenntnis zu regional und ökologisch hergestellten Produkten schuldig

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München – Erst gestern gab es im Kurhaus Bad Aibling die TV-Diskussion um Bio-Lebensmittel in Bayern, bei der auch Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) anwesend war (wir berichteten). Jetzt erreicht uns eine Pressemitteilung der Grünen im bayrischen Landtag, in der sich die Partei enttäuscht über das Verhalten der CSU in Sachen Bio zeigt. Denn offensichtlich ist den Christsozialen nicht sehr viel an einer Verpflegung in Kantinen des Staates gelegen, die mehr auf Bio-Produkte setzt. Die Mitteilung im Wortlaut:

Mehr Bio in staatlichen Kantinen, bei Empfängen und Festakten: Was in anderen Ländern gang und gäbe ist, wird in Bayern von der CSU-Fraktion blockiert. Die agrarpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Gisela Sengl, kann das nicht nachvollziehen. „Die Leitlinien über Bio und Regio in Kantinen werden von staatlicher Seite nahezu komplett ignoriert. Dabei ist auch der Staat Verbraucher und muss seine Verantwortung wahrnehmen. Die CSU führt ihre eigenen Programme zur Förderung bayerischer Bioprodukte ad absurdum.“

Das Ziel des grünen Antrags war es, Produkte mit bayerischem Biosiegel durch einen zusätzlichen Absatzmarkt zu fördern. Zum Vergleich: In Österreich beträgt der Bioanteil in öffentlichen Küchen rund 30 Prozent, in Deutschland liegt er schätzungsweise bei unter 10 Prozent. Der Antrag wurde in der Sitzung des Agrarausschusses an diesem Mittwoch von der CSU-Fraktion abgelehnt.

„Es fehlt ein klares und öffentliches Bekenntnis der Staatsregierung zu regional und ökologisch hergestellten Lebensmitteln und Getränken“, so Gisela Sengl. „Nur so könnten jedoch die Ziele von BioRegio 2020 erreicht werden“.

 

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