Die Grünen gegen die Alpenpolitik der CSU

Bergsteigerdörfer und die CSU: Heute feiern, morgen Beschneiungsanlagen bauen

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Landkreis – Oberbayerns Grüne kritisieren: Gerne feiern Ministerinnen Aigner und Scharf neue Bergsteigerdörfer (Schleching/Sachrang), doch das Festhalten am Skigebiete-Ausbau ist das wahre Gesicht der CSU-Alpenpolitik. Nach Ramsau dürfen jetzt auch Schleching und Sachrang die begehrte Auszeichnung „Bergsteigerdorf“ führen. Die beiden Dörfer in den Chiemgauer Alpen haben sich für nachhaltigen und zukunftsfähigen Tourismus entschieden. Nach einer Wanderung zur Priener Hütte findet dort heute ein Festakt zur Siegelübergabe statt.

Den anwesenden Vertreterinnen der bayerischen Staatsregierung, Tourismusministerin Ilse Aigner und Umweltministerin Ulrike Scharf, legt der Vorsitzende der oberbayerischen Grünen, Dr. Markus Büchler (Foto), eine Verlängerung der Wanderung ans Herz:

„Frau Aigner und Frau Scharf dürfen ihre Wanderung gerne verlängern: zum hässlichen künstlichen Speicherteich ins Sudelfeld auf der anderen Seite des Inntals, oder zum Riedberger Horn, wo die sensible Schutzzone C für neue Liftpläne geopfert wird. Das ist das wahre Gesicht der CSU-Alpenpolitik. Da spielt Umweltschutz offenbar keine Rolle für die CSU.“

„Heuchlerisch“ sei dieses Verhalten, kritisiert Büchler: „Als Ehrengäste feiern die Ministerinnen von der CSU gerne mit, wenn die Menschen vor Ort umdenken und auf nachhaltigen, sanften Tourismus setzen. Aber gleichzeitig versenkt die CSU-Regierung immer wieder Millionen für Beschneiungsanlagen und Lifte für Skigebiete. Doch diese Verschwendung von Steuergeldern kann den Klimawandel nicht aufhalten, die Pisten werden immer häufiger grün bleiben. Ökonomisch und ökologisch ist klar: Nur der sanfte Tourismus mit Alternativen zum Alpinski wie hier in den Bergsteiger-Dörfern hat eine Zukunft!“

Die oberbayerischen Grünen haben kürzlich ein detailliertes Positionspapier zum Nachhaltiges Leben und Wirtschaften in den oberbayerischen Alpen beschlossen.

 

 

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