Die Mutter der Drachen

Serie (2): Die Helfer der Fireballs - Stefanie Kessler vom Fanclub „Mangfalldrachen"

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Bad Aibling – Was wäre eine Sportmannschaft ohne Publikum, ohne Fans? Es wäre wohl eine ziemlich traurige Veranstaltung, wenn Siege nicht zusammen gefeiert werden könnten. Bei den Fireballs Bad Aibling ist das zum Glück ganz anders. Hier sind Fans und Teams eine Einheit, wie eine große Familie. Es wird gemeinsam gelitten und gemeinsam gefeiert. Und hinter all dem steht ein Fanclub, der sich über ständig wachsende Mitgliederzahlen freut und der treu zu seinem Team hält: Die Mangfalldrachen. Steffi Kessler ist die Organisatorin und Lenkerin des Clubs.

Heimspiel der FireGirls: Noch bevor die Bundesliga-Spielerinnen zum Tip-Off gegangen sind, brodelt und kocht die Halle im Sportpark. Transparente sind aufgehängt, ein überdimensionales Trikot wird über die Zuschauer gezogen, Sprechchöre schllen über das Spielfeld – der Fanclub ist in seinem Element. Stefanie „Steffi“ Kessler, 2. Vorstand und Organisatorin vieler Aktionen, hat diese Atmosphäre in der Halle von Anfang an geliebt. Obwohl sie wie so viele Dauergäste zuerst mit Basketball gar nichts anfangen konnte. „Ich war früher beim TuS Bad Aibling vor allem im Fußball unterwegs und habe dort auch das Vereinsheim gemacht“, erzählt sie.

Es hat lange gedauert, bis sie vor etwa fünf Jahren endlich mal auch den Gang zum Basketball gemacht hat. In der Sporthalle, die von allen Fans nur „Firedome“ genannt wird, hatte sie dann das Aha-Erlebnis, das schon viele Leute vor ihr hatten. Die Begeisterung, der spürbare Zusammenhalt, das Miteinander von Sportlerinnen, Zuschauern, von Alt und Jung – all das hat die Aiblingerin sofort fasziniert. „Außerdem habe ich dort plötzlich viele Leute getroffen die ich schon ewig nicht mehr gesehen habe.“ Für Steffi Kessler war klar, dass sie von da an jedesmal zum Basketball geht. Auch zu vielen Auswärtsfahrten. „Ich liebe die langen Busfahrten“, sagt sie. „Da kann ich in Ruhe lesen, Musik hören, das ist für mich ein idealer Ausgleich zum Job.“ Und auf so einer Auswärtsfahrt entstand dann 2015 der Fanclub.

Das Datum kennt die Disponentin für Lkw in einer Raublinger Spedition noch ganz genau: „Es war der 23. Januar. Wir waren beim Spiel gegen Rothenburg mit dabei und ich unterhielt mich im Hotel in Bremen mit Richard Hainer. Der hatte schon lange diese Fanclub-Idee, also haben wir den Club da gleich gegründet.“ Hainer (Foto l.) wurde erster Vorsitzender, Steffi Kessler die Nummer Zwei, dazu kamen im Laufe der Monate weitere Helfer und Mitglieder wie Claudia Kristian, Monika Rothmayer, die Familie Raab, Marco Bradaric und Ronny Hobusch.

Inzwischen zählt der Fanclub rund 70 Mitglieder, von denen sich jeder einzelne einbringt und für die Fireballs engagiert. Denn die Arbeit beschränkt sich nicht nur aufs Klatschen und Feiern, die Leute vom Fanclub packen auch mit an, wo Hilfe benötigt wird. So steht Steffi Kessler jetzt auch am Einlass neben Monika Rothmayer und hilft ihr beim Ticketing. Oder der Fanclub hilft dabei, die Umzüge der neuen Spielerinnen hier in die Region zu organisieren. Wohnung einrichten, Möbel schleppen – überall bringt man sich ein. Das schafft wiederum einen sehr engen Bezug zum Team, und das wird mittlerweile schon in ganz Deutschland wahrgenommen und bewundert. Oft wird diese fröhliche, positive Stimmung des Fanclubs bei Auswärtsspielen von den Gegnern gelobt.

Damit die Mangfalldrachen überhaupt mit auf die Reise gehen können, sorgt Steffi Kessler auch dafür, dass die Busse für die Auswärtsfahrten rechtzeitig reserviert werden, zudem laufen viele Buchungen für die Reisen direkt über sie. Mitfahren kann zwar jeder, doch Fanclub-Mitglieder zahlen weniger. Auch bei Sport Zoss haben sie Vorteile – hier gibt’s für die Mangfalldrachen zehn  Prozent Ermäßigung, darüberhinaus haben sie im Fireballs-Fanshop besondere Konditionen. Dafür sind 20 Euro Jahresbeitrag eigentlich nicht der Rede wert.

Doch nicht nur die finanziellen Vorteile in vielen Bereichen macht es für Steffi Kessler so interessant, im Fanclub dabei zu sein. Es ist auch der Zusammenhalt abseits des Parketts. „Wir organisieren Grillfeste, haben für die Daheimgebliebenen bei Auswärtsspielen das Public Viewing in der Halle ins Leben gerufen und treffen uns auch privat untereinander“, sagt sie. „So gibt es seit einiger Zeit einen Mädels-Abend von mehreren Fanclub-Frauen.“

Ebenso gut wie die Zusammenarbeit zwischen Team und Fanclub ist auch das Miteinander von Geschäftsleitung und Mangfalldrachen. Steffi Kessler schwärmt: „Unsere Ideen werden da stets schnell angenommen und auch umgesetzt.“ Es ist für sie ohnehin eine der positiven Eigenschaften, dass es im Fanclub nicht nur Leute mit Ideen gibt, sondern dass diese auch schnell in die Tat umgesetzt werden. „Der Matthias Raab ist zum Beispiel so einer“, erzählt sie. Sie sagt das mit viel Freude in der Stimme, so wie eine Mutter Gutes über ein Familienmitglied erzählt. Und irgendwo ist es auch hier so: Die Mangfalldrachen sind mehr als ein Fanclub – sie sind eine Familie.

Wer ebenfalls Mitglied im Fanclub werden will, kann Kontakt aufnehmen unter:

mangfalldrachen@tba-fireballs.de

Weitere Infos gibt’s auch auf der Facebook-Seite

Fireballs-Fanclub Mangfalldrachen

 

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