Kranke Bäume auf dem Aiblinger Maximiliansplatz?

Neue Pflanzung südlich der Bahnlinie sorgt bei Bürgern für Diskussionen - kein Laub und kahle Äste

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Bad Aibling – Kopfschütteln bei Passanten und Bürgern der Stadt Bad Aibling: Am neuen Maximiliansplatz südlich der Bahnlinie wurden jetzt Bäume gepflanzt, die Pflanzenfreunden das Herz bluten lassen. Laublose Gehölze, die alles andere als gesund aussehen und die nicht den Anschein erwecken, als ob sie das Jahr heil überstehen. Was lief da schief?

Peter Stefan, der Leiter des städtischen Bauhofs, kann sich diese Aktion auch nicht erklären. „Normalerweise pflanzt man Bäume im Frühjahr oder im späten Herbst. Wenn man sie wie jetzt im Sommer setzt, verlieren sie bei der Pflanzung die Blätter und nur, wenn sie vor zu starker Sonnenstrahlung gut geschützt werden, haben sie eine Chance, durchzukommen.“

Von der zuständigen Firma, die die Bäume auf den Maxuimiliansplatz gesetzt hat, wollte sich erst einmal niemand dazu äußern, dafür sagt Kreisfachberater für Gartenkultur und Landschaftspflege Harald Lorenz: „Ballenware aus Containerkultur kann zwar das ganze Jahr über gepflanzt werden, doch mir tun die Bäume leid. Die haben im Sommer einen erhöhten Wasserbedarf, dürfen nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden und müssen deshalb gut gepflegt weden. Dazu haben aber viele Leute keine Zeit.“

Bedeutet: Es kann gut sein, dass der eine oder andere frisch gepflanzte Baum nicht durch den Winter kommt. Der wird zwar dann ersetzt, doch das wäre bei besserem Timing eher vermeidbar gewesen.

Fotos: Bothar

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