Der Blick vom Polizei-Hubschrauber aus

In der heutigen Nacht erneut gezielte Kontrollen von Güterzügen im Landkreis

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Landkreis/Raubling – Aus der Perspektive des Rosenheimer Bundespolizei-Hubschraubers (unser Foto): Mit Hilfe der Wärmebildkamera können in der Nacht frühzeitig Migranten erkannt werden, die mit dem Güterzug unter lebensgefährlichen Umständen nach Deutschland fahren. Die Bundespolizei hat in den vergangenen Wochen auf der Zugstrecke zwischen Kufstein und Rosenheim vermehrt Migranten auf Güterzügen entdeckt (wir berichteten). In der heutigen Nacht beginnt die Bundespolizei in Raubling erneut mit gezielten Kontrollen von Güterzügen.

Laut Bundespolizei sind diese Schwerpunkt-Aktionen wegen der Gefahren für Leib und Leben, die mit einer Güterzugfahrt verbunden sind, erforderlich.

In zurückliegenden Fällen hatten sich Migranten nicht nur in den Waggons versteckt, sondern auch unter den Lkw-Aufliegern oder sogar auf den Puffern zwischen den einzelnen Wagen befunden.

Offenbar hatten sie die damit verbundenen, erheblichen Risiken nicht bedacht oder schlicht in Kauf genommen. Im Juni war ein afrikanischer Migrant auf Höhe Tattenhausen von einem Güterzug gefallen und ums Leben gekommen.

Die Schwerpunktkontrollen werden im Übrigen eng mit den Behörden an den Abfahrtsorten und den jeweiligen Verkehrsunternehmen abgestimmt.

Aus Sicherheitsgründen muss die Bahnstrecke für die Dauer der einzelnen Kontrollmaßnahmen gesperrt werden.

Insofern lassen sich Auswirkungen auf den Personenverkehr nicht vermeiden.

Zur Unterstützung der Kontrollen wird voraussichtlich auch ein Polizeihubschrauber zwischen Kiefersfelden und Raubling zum Einsatz kommen. Aus der Luft können insbesondere mithilfe einer Wärmebildkamera frühzeitig Personen, die sich auf einem Güterwagen befinden, erkannt werden. Die Bundespolizei bittet die Bevölkerung angesichts der Folgen für den Zugverkehr und der durch den Flugbetrieb bedingten Geräuschentwicklung um Verständnis.

Foto: Bundespolizei

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