Ein Fest der Freundschaft

11 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Cavaion und Bad Aibling

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Cavaion/Bad Aibling – Anlässlich des 11. Jahrestages der Städtepartnerschaft zwischen Cavaion am Gardasee und Bad Aibling machte sich eine 45-köpfige Gruppe mit Bürgermeister Felix Schwaller und seiner Frau Marlies auf den Weg nach Italien. Neben den Stadträten Elisabeth Gessner (Cavaion-Beauftragte der Stadt), Josef Schmid, Thomas Höllmüller und Rudi Gebhart waren viele Mitglieder des Freundeskreises Cavaion-Bad Aibling e.V. sowie auch einige Neubürger dabei.

Nach rund 5-stündiger Fahrt und einem typisch italienischen Mittagessen stand der Besuch der Firma Marmi Rossi S.p.A. in Cavaion auf dem Programm. Es handelt sich um einen der führenden Industriebetriebe der Region, welcher Granit, Marmor und Neolith verarbeitet. Unter fachkundiger Führung von Firmenchef Rossi und der Dolmetscherin Sabine Bauer wurden die hochmodernen Industrieanlagen besichtigt. Die Besucher bestaunten die präzise Maschinerie, mit der die tonnenschweren Felsblöcke zu edlen Steinplatten weiterverarbeitet werden. Im sonnendurchfluteten, mit edelstem Marmor ausgestatteten Bürogebäude erzählte Rossi die Entstehungsgeschichte des Familienunternehmens.

Danach ging es weiter zur Weinprobe in die Monte Saline von Romano Giacomelli. Dort erhielten die Aiblinger einen interessanten Einblick in die Arbeit eines Winzers. Anschließend durften die Teilnehmer in Cisano vor der wunderschönen Kulisse des Gardasees ein festliches Buffet genießen.

Am Samstagmorgen führte der Weg in den Ort Malcesine und von dort aus mit der Seilbahn auf den 2218 Meter hohen Monte Baldo. Dank der klaren Sicht hatte man einen herrlichen Ausblick auf den Gardasee.

Am Abend war es dann soweit: Die Cavaioner und die Aiblinger versammelten sich im Gemeindezentrum „Torcolo“ zur offiziellen Feier der Städtepartnerschaft. Diese wurde kurzerhand ins Freie verlegt, da es auch am Abend noch 30 Grad warm war. Mit fröhlichen Worten begrüßte die italienische Bürgermeisterin Sabrina Tramonte ihren Amtskollegen Felix Schwaller und die Gäste aus Bad Aibling. Beide Stadtoberhäupter betonten, wie sehr ihnen die Städtepartnerschaft am Herzen liegt und wie sehr sie sich über einen regen Austausch im Schul- und Vereinswesen freuen. Sie richteten einen besonderen Dank an Irmi Gruber, die Vorsitzende des Freundeskreises Cavaion-Bad Aibling e.V., die zusammen mit Elisabeth Gessner, Brigitte Karlstetter und Dr. Christina Koltermann die Fahrt organisiert hatte und sich sehr für einen kontinuierlichen Austausch einsetzt. Verständigungsschwierigkeiten gab es keine, da Sabine Bauer und Valerie Gruber als Dolmetscherinnen zur Verfügung standen.

Ein weiterer Dank galt Irmgard Pöschl, die trotz angeschlagener Gesundheit die Reisestrapazen auf sich nahm und eine kurze Ansprache hielt, um das Vermächtnis ihres Mannes fortzuführen. Ihr Gatte Alois Pöschl und Dr. Wolfgang Baumann aus Cavaion waren die Gründerväter der Städtepartnerschaft.

Ferner dankten die Bürgermeister Rudi Gebhart, der mit seinen Motorradfreunden jedes Jahr ein Benefizfest zugunsten des Vereins „Cavaion nel Mondo“ veranstaltet. Während dieser Veranstaltung, die am 2. Dezember 2017 erneut in Bad Aibling stattfindet, werden Spenden für Waisenkinder aus der Ukraine gesammelt, welche 4 Wochen pro Jahr in Cavaion betreut werden.

Irmi Gruber ging in ihrer Rede auf die Bedeutung von Freundschaft ein und untermauerte diese mit einem Sprichwort: „Einen wahren Freund zu finden ist wie ein Sechser im Lotto, nur nicht ganz so unwahrscheinlich.“ Sie ermutigte ihre Zuhörer, aufgeschlossen zu sein und neue deutsch-italienische Freundschaften zu knüpfen.

Als Gastgeschenk überreichte Felix Schwaller ein Aquarell von Roswitha Löbl, auf dem der Marienplatz dargestellt ist. Zudem wurden Brotzeitbretter mit König-Ludwig-Brot und Maxlrainer Bier an die Cavaioner Stadträte und Vereinsvorsitzenden übergeben. Die Kinder aus der Urkaine sowie die Cavaioner Kindergärten wurden mit Bällen beschenkt, welche symbolisch für das freundschaftliche Beisammensein im Spiel stehen. Im Gegenzug wurden die Aiblinger mit edlem Bardolino-Wein und weiteren regionalen Köstlichkeiten verwöhnt.

Nach der offiziellen Feier wurde auf dem Volksfest fröhlich bis nach Mitternacht gefeiert. Am Sonntag wurde nach einem Spaziergang in Bardolino die Heimreise angetreten. Dabei wurde das Versprechen bekräftigt, die deutsch-italiensche Freundschaft weiter zu vertiefen.

 

 

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