Regional, fair, nachhaltig – und eine Sünde wert

Mitglieder des Gewerbeverbands Kolbermoor zu Gast in Rott bei der Confiserie Dengel

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20160919_191747Kolbermoor/Rott – Es ist eine gute Tradition des Gewerbeverbandes Kolbermoor (GvK), die Selbstständigen der Region regelmäßig zum Unternehmer-Treffen einzuladen. Das passiert an immer wieder anderen Orten, vorwiegend in Betrieben von Mitgliedern. Am Montag Abend lud der Verband die Mitglieder und Interessenten in die Confiserie Dengel nach Rott ein. Dort erwartete die Teilnehmer eine süße Überraschung. Firmenchef Uwe Dengel, selbst Mitglied im GvK, führte die Besucher durch sein Unternehmen – und verteilte allerhand Probier-Pralinen.

Doch es waren nicht nur die schokoladigen Verführungen, die die Anwesenden begeisterten. Es war auch die Firmenphilosophie Dengels, die sowohl auf verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen und Menschen setzt und andererseits unternehmerisches Geschick beinhaltet. So verzichtet die Firma Dengel zum Beispiel auf den Einkauf von günstigen Kakaobohnen aus Afrika, die so gut wie immer zu Lasten der Menschen gehen, die in den Fabriken dort arbeiten müssen. Stattdessen bezieht Dengel seinen Kakao direkt von Bauern aus Kolumbien zu fairen Festpreisen, was ungefähr das sechsfache kostet. Auch beim Zucker verzichtet der Chef auf günstige Industrieware – er verarbeitet fair gehandelten Rohrohrzucker aus Paraquay und aus biologischem Anbau.

20160919_193938Was die Firma Dengel vor Ort beziehen kann, macht sie auch. Die Milch zum Beispiel stammt aus umliegenden heimischen Betrieben, die alle das Siegel „Sternenfair“ haben, auch sie bekommen einen fairen Festpreis für ihre Milch. Diese Sorgfalt bei der Auswahl der Rohstoffe und Zulieferer-Betriebe kommt bei den Kunden an. Täglich verarbeitet das Rotter Unternehmen rund zwei Tonnen Schokolade in jeder erdenklichen Form. „Geschmacklich sind hier kaum Grenzen gesetzt“, erzählt Uwe Dengel. Auch, was die individuelle Schoko-Form anbetrifft, kann sein Team von der süßen Geburtstagsüberraschung bis zum essbaren Foto-Motiv so gut wie alles möglich machen. Und das ohne lange Vorlaufzeit. Denn auch beim Thema Frische unterscheidet sich der 20160919_195546Schokoladen-Spezialist von vielen Mitbewerbern. „Wir beginnen jetzt mit der Produktion für Weihnachten“, sagt Dengel. „Das tun die großen Firmen auch. Mit dem Unterscheid, dass die jetzt schon für Nikoläuse und Weihnachtskugeln für das Fest 2017 produzieren.“ Gerade die Frische der Ware ist ein Grund dafür, wieso die Leckereien aus Rott eine immer größere Anhängerschaft dazu gewinnen.

20160919_200856Riesige vollgepackte Lagerhallen gibt es in dem Betrieb nicht. Würde die Produktion gestoppt, so wären nach zwei Tagen alle Produkte aus. Dengel: „Wir müssen deshalb täglich in zwei Schichten produzieren, denn für uns ist Frische alles.“

Wie groß das Sortiment ist, können Kunden im neuen Genießerladen selbst überprüfen. Hier steht ein Großteil der Dengelschen Schokoladen und Pralinen in den Regalen, und wer es lieber ganz speziell und einzigartig haben möchte, kann sich auch im Geschäft seine ganz individuelle Tafel zusammen mixen lassen. Die wird dann in flüssiger Form mit der Spielzeugeisenbahn, die durch den Laden fährt, zur Kühlung gebracht, wo der Kunde dann etwa 20 Minuten später die essfertige Schokoladentafel in Empfang nehmen kann.

20160919_210258Wie gut die Philosophie von Dengel zum Gewerbeverband Kolbermoor passt, demonstrierte der Vorsitzende Jürgen Ganns (4.v.l.) in seinem anschließenden Vortrag. Denn eines der Hauptkriterien für den GvK ist es, dass die Betriebe der Region auch regional denken, damit hier starke Verbindungen wachsen können und die Firmen gegenseitig profitieren. Das machten die Unternehmer am Montagabend dann auch im Anschluss. In gemütlicher Atmosphäre wurde geschäftliches, allgemeines und privates besprochen, es wurden Adressen und Nummern ausgetauscht und die ein oder andere Geschäfts-Verbindung angebahnt. Am Ende überreichten Jürgen Ganns und die 2. GvK-Vorsitzende Manuela Mack (Foto u., r.) Gastgeber Uwe Dengel ein kleines Präsent, als Dank dafür, hier einen interessanten und erfolgreichen Abend erlebt zu haben.

20160919_210433Der GvK ruht sich jedoch nicht auf dieser gelungenen Veranstaltung aus. Das nächste Unternehmer-Treffen im Autohaus Unterberger am 21. November ist schon ausgemacht. Doch zuvor geht noch der vom GvK organisierte Kirchweihmarkt in Kolbermoor über die Bühne: Am 16. Oktober locken wieder viele Stände von Vereinen und Betrieben der Region die Marktbesucher in die Innenstadt. Rechtzeitig dazu erscheint übrigens eine Wochen zuvor die nächste Ausgabe des GvK-Magazins „Kolbermoor dahoam“ – randvoll mit Interviews, Firmen-Portraits und allerlei Informationen über Kolbermoor und dem Mangfalltal.

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