Der Garten aus der Sicht der Kinder

Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege laden zu dreitägigem Seminar

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Landkreis – Ein Tipi bauen, Hühner halten, Salben aus Kräutern herstellen oder Honig erzeugen – der Garten kann für Kinder ein richtig spannender Ort sein. Das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege im Rosenheimer Landratsamt und der Rosenheimer Kreisverband für Gartenbau und Landespflege organisieren auch heuer wieder ein dreitägiges Gartenseminar bei dem diesmal der „Kinder-Garten“ im Mittelpunkt stehen wird. Die Teilnahme am Seminar vom 6. bis 8. Februar im Gasthaus Schmidmayer in Schwabering in der Gemeinde Prutting ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist aber erforderlich.

„Wir wollen den Teilnehmern vermitteln, wie sie ihre Kinder und Enkel an die Natur heranführen können“, sagt Rosenheims Kreisfachberater Harald Lorenz. Er stellt das grundsätzliche Problem plakativ dar: „Buben können ohne Probleme 15 Automarken aufzählen, sie kennen aber kaum Baumarten. Wir müssen unseren Kindern wieder Grundsätzliches beibringen, das ist unsere vornehmste Aufgabe, so Lorenz. In diesem Zusammenhang beklagt er, dass das Thema Bienen aus dem Lehrplan der Grundschulen gestrichen wurde.“

Anders lief es in Österreich. Dort sorgte einer der Referenten des Gartenseminars, der erste Vorsitzende der Tiroler Gartenbauvereine Rupert Mayr dafür, dass eine Ökologstufe an der Hauptschule eingeführt wurde. Inhaltliche Schwerpunkte sind Ökologie und Gartenbau. Sein Thema beim Gartenseminar lautet: Mit Kindern die Erde bewegen.

Die Bedeutung des Gartens für die menschliche Entwicklung beleuchtet Thomas Janschek, der beim oberbayerischen Bezirksverband der Gartenbauvereine für die Jugendarbeit verantwortlich ist. Was Gartenbau im Unterricht bewirken kann wird Martin Leistner darstellen. Der Gärtnermeister ist Gartenbaulehrer an der Waldorfschule in Prien. Am Gymnasium in Wasserburg wagte Sebastian Kleinschwärzer ein sehr gelungenes Projekt mit Bienen und Hühnern an der Schule. Bettina Sedlmair organisiert an mehreren Schulen eine Mittagsbetreuung und setzt beim Basteln und Spielen auf Naturmaterialien.

Die Landwirtin und Streuobstpädagogin Tina Hermanns referiert zum Obstbau für und mit Kindern. Ein ähnliches Thema hat Thomas Jaksch von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, wobei sein Schwerpunkt auf dem Gemüse- und Kräuteranbau liegt. Irmi Klauser, die einen Waldkindergarten in Riedering leitet, wird von ihren Erfahrungen mit Kindern im Wald berichten. Möglichkeiten, den Garten mit Kindern zu gestalten, wird Kreisfachberater Harald Lorenz aufzeigen und sein Kollege Sepp Stein überschrieb seinen kurzen Vortrag mit der Überschrift „Der Garten aus Sicht eines Opas“.

Weil besorgte Eltern immer wieder äußern, ihre Kinder könnten sich im Garten eine Zecke einfangen, lud Harald Lorenz Dr. Volker Fingerle vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ein. Die Zecken in der Natur und der Umgang damit sind sein Thema.

Eingeladen zu diesem Seminar „Kinder-Garten“ sind Gartenbesitzer, Gartengestalter, Gartenbauvereine, Lehrerinnen und Lehrer, Kindergärtnerinnen, Gemeinden und alle, die sich für das Thema interessieren. Ein Flyer zur Veranstaltung ist bei den örtlichen Gartenbauvereinen, den Gemeindeverwaltungen und im Landratsamt erhältlich. Zudem steht er auf der Homepage www.landkreis-rosenheim.de als Download zur Verfügung. Anmeldungen nimmt das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege telefonisch unter 08031/392 4531 oder per E-Mail unter angelika.demegni@lra-rosenheim.de entgegen. 

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