Im Schatten des Zugunglücks

Prägendes Einsatzjahr 2016: Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Bad Aibling

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Bad Aibling – Es war keine Jahreshauptversammlung wie jede andere: Denn der wohl prägendste Einsatz in der Geschichte der Bad Aiblinger Feuerwehr war auch knapp ein Jahr später noch einmal das vorherrschende Thema für das vergangene Einsatzjahr. Das Zugunglück am 9. Februar verlangte den Aiblinger Floriansjüngern alles ab.

1. Vorstand der Bad Aibling Feuerwehr, Felix Schwaller begrüßte die anwesende Gäste zur Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus. Zahlreiche Gäste sind der Einladung gefolgt. Zu Beginn der Versammlung erhoben sich die Versammelten und gedachten den verstorbenen Mitgliedern Albert Roiter und Hans Schönberger.

Im Rechenschaftsbericht des Vorstandes, blieb das tragische Zugunglück nicht unerwähnt. Er zollte noch einmal großes Lob an die gesamte Mannschaft und den Führungskräften, denen der Einsatz alles abverlangte. Viele waren gezeichnet von den Eindrücken und Geschehnissen in diesen schweren Tagen. Umso erfreulicher ist es, dass alle Kameraden in den Einsatzdienst zurückkehren konnten. Ein weiterer Höhepunkt im vergangenen Jahr, war der Wechsel der Führungsspitze. Zum neuen federführenden Kommandanten wurde Reinhard Huber gewählt. Sein Stellvertreter ist Christian Staudhammer. Vorstand und Bürgermeister Felix Schwaller wünschte den beiden eine gute Zusammenarbeit. Dass auch der Verein nicht untätig ist, wurde beim Jahresrückblick ersichtlich. Neben dem traditionellen Volksfestbesuch in Bad Aibling und dem geselligen Punschabend, nahmen die Mitglieder auch an den kirchlichen Festen übers Jahr in der Stadt teil.

2018 feiert die Feuerwehr dann in eigener Sache. In diesem Jahr blickt die Feuerwehr auf das 150. Gründungsjahr, das mit einem Fest gebührend gefeiert werden soll. Dazu wurde der Festausschuss vorgestellt, der sich mit der Planung des Festes befassen wird.

Dass die Kasse einen soliden Stand aufweist, ist nicht zuletzt zahlreichen Spenden zu verdanken. Kassier Gerhard Scheibenzuber verlas den Kassenstand. Die Revisoren Kurt Remmelberger und Clemens Stechl gaben eine einwandfreie Kassenführung zu Protokoll. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig.

Wie die Aiblinger Feuerwehr rund um die Uhr aktiv ist, zeigte ein Ereignis direkt bei der Versammlung. Diese musste nämlich kurz unterbrochen werden, da die Piepser der Feuerwehrler zu einem Brandmeldealarm in die Therme riefen. Kurze Zeit später konnte Entwarnung gegeben werden.

Der Bericht des Jugendwartes zeigte die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr auf. Der Mitgliederstand ist erfreulich. So sind es momentan 10 Buben und 5 Mädchen in der Jugendmannschaft.

Kommandant Reinhard Huber blickte mit einer Bilderserie auf das vergangene Einsatzjahr zurück. Das Zugunglück war in der Aiblinger Wehr nicht der größte Einsatz, wohl aber der medienträchtigste und emotionalste in der Geschichte. Im Jahr 2016 wurde die Feuerwehr Bad Aibling zu 485 Einsätzen gerufen. Dabei wurden 14984 Einsatzstunden unentgeltlich für die Bürger der Stadt geleistet. Zusätzlich wurden 56 Übungen und Schulungen abgehalten, wofür noch einmal 4750 Mannstunden angefallen sind. 2016 wurden auch an einem Abend je ein Leistungsabzeichen Wasser sowie technische Hilfeleistung von zwei Mannschaften mit Erfolg abgelegt. Ein neuer Rüstwagen konnte im Herbst von den Aktiven in Dienst genommen werden. Das alte Fahrzeug wurde nach 27 Jahren im Einsatzdienst ausgemustert. Federführend hatte hier Reinhard Huber (Foto l.) die Planung für das Fahrzeug getragen. Der Rüstwagen wurde am Kathreinsmarkt in der Kirchzeile der Öffentlichkeit vorgestellt. Das erfreuliche an diesem Wochenende war, dass vier Quereinsteiger (im Foto r.) in den aktiven Feuerwehrdienst beigetreten sind. Der Kommandant bedankte sich bei seiner Mannschaft, der Führung, den Gerätewarten und der Stadt für die geleistete Arbeit und gute Zusammenarbeit und wünschte allen eine gute Zeit für die folgenden Jahre.

Für 25 Jahre aktiven Dienst am Nächsten durften Kommandant Huber und Kreisbrandinspektor Hengstberger den beiden Feuerwehrmännern Michael Foidl und Stefan Hofmeister, das Feuerwehrehrenzeichen überreichen. Sie bedankten sich bei den beiden für Ihren unermüdlichen Einsatz in den vergangenen und noch kommenden Jahren. Zum Feuerwehrmann befördert wurde Philipp Foidl. Er wechselt von der Jugendfeuerwehr zu den Aktiven. Auch im Verein durften einige Mitglieder eine Ehrung erfahren. Für 50 Jahre beim Verein wurde Kurt Remmelberger eine Urkunde überreicht. Er ist seit vielen Jahren Revisor bei der Aiblinger Wehr. Michael Foidl wurde zudem von Felix Schwaller für 25jährige Vereinszugehörigkeit geehrt (Foto oben).

Einen kurzen Überblick über die Arbeit und Ausbildungen im Landkreis, verschaffte Kreisbrandinspektor Klaus Hengstberger in seinen Grußworten. Der Digitalfunk ist im Landkreis seit November in Betrieb und wird ausgiebig getestet. Er bedankte sich auch noch einmal bei den Aktiven der Aiblinger Wehr für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr, insbesondere beim Zugunglück im Februar.

Nachdem keine Wortmeldungen bei Wünsche und Anträge eingereicht wurden, konnte Vorstand Felix Schwaller die Versammlung beschließen und wünschte allen ein gutes Jahr 2017.

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