Teilhabe am Arbeitsleben wird gewährleistet

Landrat Wolfgang Berthaler besuchte die Caritas Wendelstein Werkstätte in Raubling

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Raubling – Rund 570 Menschen mit Behinderung finden derzeit in den Caritas Wendelstein Werkstätten einen Berufsbildungsplatz oder einen Arbeitsplatz. Weil der Bedarf allein für den südlichen Landkreis aber höher ist, wurde Landrat Wolfgang Berthaler bei seinem Besuch der Werkstätten in Raubling von Einrichtungsleiter Martin Zoßeder ein neues Projekt vorgestellt.

Die Caritas als Träger der Wendelstein Werkstätten plant im Gewerbegebiet „Am Oberfeld“ in Rosenheim einen vierten Standort zu betreiben. Auf einer Arbeitsfläche von 4.000 Quadratmetern sollen 120 Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz finden. Einrichtungsleiter Zoßeder rechnet mit der Inbetriebnahme im Jahr 2018. Als neues Arbeitsfeld für Menschen mit Behinderung will er dort auch Garten- und Landschaftsbau anbieten. Zudem geht Zoßeder davon aus, dass dann der Bedarf für den südlichen Landkreis Rosenheim gedeckt wäre. Im nördlichen Landkreis Rosenheim kümmert sich die Stiftung Attl um die Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung.

Aufgaben der Wendelstein Werkstätten sind zum einen die berufliche Bildung und zum anderen die Teilhabe am Arbeitsleben. Je nach Neigung können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in verschiedenen Sparten wie Holz, Metall, Elektrotechnik, Industriemontage, Wäscherei oder Aktenvernichtung tätig sein. Sie arbeiten zum Teil im Auftrag auswärtiger Unternehmen oder stellen hochwertige Produkte für die hauseigene Marke „side by side“ her, von denen einige mit Design-Preisen ausgezeichnet wurden.

Alle Beschäftigten der Werkstätten sind sozialversichert und erhalten einen leistungsgerechten Lohn. Die Wendelstein Werkstätten sind verpflichtet, 70 Prozent des Arbeitsergebnisses für Löhne aufzuwenden. Für schwerst-mehrfach behinderte Menschen, die nicht, noch nicht oder nicht mehr in den Werkstätten arbeiten können, ist eine Förderstätte eingerichtet.

Neben dem Standort in Raubling betreibt die Caritas noch zwei Werkstätten in Rosenheim im Aicherpark und in der Hochgernstraße. Begleitet wurde Landrat Berthaler von Abteilungsleiter Dr. Manuel Diller, der Sachgebietsleiterin Soziale Angelegenheiten Alexandra Weber und von Jakob Brummer von der Fachstelle Inklusion im Landratsamt.

 

Foto: Menschen mit Behinderung fertigen Designprodukte: Jakob Brummer von der Fachstelle Inklusion im Landratsamt, Abteilungsleiter Dr. Manuel Diller, Sachgebietsleiterin Alexandra Weber, Landrat Wolfgang Berthaler und Einrichtungsleiter Martin Zoßeder mit dem Wäscheständer „Mama“ aus der hauseigenen Marke „side by side“ (v.l.)

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