Ein „Ja“ mit Bedenken

Grüner Kreisverband zur Diskussion um Auftritt von Xavier Naidoo in Rosenheim

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Rosenheim – Die Diskussion um den Auftritt von Xavier Naidoo beim Sommerfestival 2017 in Rosenheim schlägt hohe Wellen. „Als Grüner Kreisverband freuen wir uns, dass sich kritische und politisch aktive junge Menschen in unserem Landkreis als Grüne Jugend organisiert haben. Die Grüne Jugend ist eine unabhängige Jugendorganisation von Bündnis 90/Die Grünen, die eigenständige Positionen vertreten kann und soll …

Einigkeit besteht darin, dass Rassismus, Homophobie, Antisemitismus und Diskriminierung entschieden entgegen getreten werden muss“, betonen Steffi König und Hubert Lingweiler, die Sprecher des Kreisverbandes.

Der vor kurzem gegründete Kreisverband der Grünen Jugend hat als Unterstützergruppe des Bündnisses „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“ den Auftritt von Naidoo kritisch hinterfragt. Seine musikalischen Aussagen und öffentlichen Auftritte fallen durch Verschwörungstheorien, antisemitische Äußerungen und seine Nähe zu den sogenannten Reichsbürgern auf.

Auch die Zurücknahme der ARD von Naidoo als deutschen Vertreter für den ESC 2016 zeigt, dass der Künstler umstritten ist. Die Grüne Fraktion im Rosenheimer Stadtrat hat die Frage, ob die Söhne Mannheims trotz Naidoo eingeladen werden können, verantwortungsvoll behandelt. Den Planungen für das Sommerfestival 2017 wurde zugestimmt – jedoch auch Bedenken über die Einladung von Xavier Naidoo zu Protokoll gegeben.

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4 Gedanken zu „Ein „Ja“ mit Bedenken

  1. Christian Demmel

    Sollte Xavier Naidoo nicht zu dem Konzert erscheinen, werde ich den Veranstalter auf Schadensersatz verklagen und die Verantwortlichen der Grünen und Mitstreitern wegen Rassismus, Volksverhetzung, Rufschädigung und was sonst noch so anfällt. Darauf können diese Leute Gift nehmen!
    Es muss jetzt wirklich mal aufhören, Menschen, Politiker oder Künstler auszugrenzen, weil sie eine eigene Meinung haben. Dies ist unter Beachtung des Grundgesetzes immer noch Bürgerrecht. Würde Naidoo den Vorwürfen gerecht werden, wäre er längst juristisch belastet. Was soll diese Selbst- und Lynchjustiz der angeblich „toleranten“ Menschen? Es reicht!

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    1. Auf fragwürdige Äußerungen im Zusammenhang mit rechtem und rassistischem Gedankengut hinzuweisen – auch und gerade bei beliebten bzw. bekannten Musikern – hat meiner Meinung nach rein gar nichts mit Lynchjustiz zu tun. Dies entspricht vielmehr dem in Deutschland zum Glück immer noch gültigen demokratischen Recht auf freie Meinungsäußerung.

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      1. Das was die Grünen machen ist keineswegs die freie Äußerung einer Meinung , wogegen nichts einzuwenden wäre . Die Grünen stellen hingegen eine Forderung auf , nämlich einen politisch Andersdenkenden auszuschließen , das hat mit dem Äußern einer Meinung nicht das geringste zu tun . Die Forderung nach Auftrittsverbot – letztlich Berufsverbot – für einen politisch Andersdenkenden, erinnert an politisch dunkle Zeiten in Deutschland und ist eine größere Gefahr für unsere Demokratie , als die Texte eines Xavier Naidoo.

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  2. Freund Angela

    Neine Meinung ist, Xavier sollte nicht auftreten. Wehret den Anfängen! Wir haben andere Musiker zu bieten, viele deuten die Texte, so wie sie vorgetragen werden.

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