Autodiebstahl in Raubling nur vorgetäuscht

30-Jähriger wollte so seine Unfallflucht vertuschen - Polizei kommt ihm auf die Schliche

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Raubling – Wie bereits berichtet, ereignete sich am 5. Februar in der Wendelsteinstraße in Raubling ein Verkehrsunfall mit anschließender Unfallflucht. Dabei hatte ein Zeuge einen roten Peugeot davonfahren sehen, nachdem dieser offenbar ein am Fahrbahnrand geparktes Fahrzeug beschädigte. Der Aufprall war so enorm, dass das geparkte Fahrzeug etwa zwei Meter nach vorn geschoben wurde. An diesem Fahrzeug entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden. Am Gartenzaun, neben welchem das Fahrzeug geparkt war, entstand ebenfalls Sachschaden. Der Gesamtschaden beträgt rund 8400 Euro.

Nachdem diese Unfallflucht durch die Beamten der PI Brannenburg aufgenommen wurde, meldete sich am 8. Februar ein Bewohner des südlichen Landkreises bei der Polizei Brannenburg und zeigte den Diebstahl seines Peugeot an. Auch dazu erfolgte eine Pressemeldung. Aufgrund der zeitnahen und präzisen Ermittlungsarbeit der PI Brannenburg konnte ein Tatzusammenhang zwischen beiden Sachverhalten hergestellt werden und Folgendes ermittelt werden:

Der Anzeigenerstatter, welcher seinen schwarzen Peugeot 107 als gestohlen meldete, wollte hierdurch die von ihm verursachte Unfallflucht vertuschen.

Der als gestohlen gemeldete Peugeot konnte nach umfangreichen Ermittlungen in einer angemieteten Garage festgestellt werden. Auch dieses Fahrzeug wies erhebliche Beschädigungen auf, welche einen wirtschaftlichen Totalschaden zur Folge haben.

Bei einer Anhörung des Fahrzeugführers wurde dieser zu seinen Rechten und Pflichten als Zeuge im Strafverfahren belehrt und gestand letztlich, dass er den Verkehrsunfall verursacht, sich anschließend vom Unfallort entfernt und den Diebstahl seines Fahrzeuges nur vorgetäuscht hatte.

Als Grund für sein Handeln gab er an, dass er aufgrund fehlender aktuell gültiger Hauptuntersuchung zum Unfallzeitpunkt der Meinung war, dass für sein Fahrzeug keine Haftpflichtversicherung mehr bestehen würde.

Dem 30-jährigen Fahrzeugführer drohen jetzt Strafanzeigen wegen Verkehrsunfallflucht und Vortäuschen einer Straftat.

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