Bad Aibling hat die Playoffs im Visier

Überzeugender 82:70-Sieg der FireGirls gegen TK Hannover

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Bad Aibling – Das Auswärtsspiel vor knapp einer Woche in Chemnitz war ausschlaggebend für den Klassenerhalt der 1. Bundesliga-Mannschaft der TBA Fireballs. Nachdem man hier in einem nervenaufreibenden Spiel nach Verlängerung mit 93 zu 91 gewonnen hatte, konnte man sich an die nächste Aufgabe machen. Der TK Hannover stand am Samstag als nächster Gegner vor der eigenen Haustüre. Der unmittelbare Tabellennachbar aus Niedersachsen wollte sich den 6. Tabellenplatz wieder zurückerobern.

Aber hier hatten das Team aus Hannover nicht mit dem besten Publikum der Welt und unbeugsamen Siegeswillen der FireGirls gerechnet. Mit 82 zu 70 fegten die Aiblingerinnen den Gegner aus der Halle und hat nun die Playoffs im Visier.

Mit einer Bilanz von 9 Siegen und 9 Niederlagen schreiben die Fireballs weiter 1. Bundesliga-Geschichte. Nach den bitteren Erfahrungen ihrer Premierensaison in der 1. Planet Photo Damen Basketball Bundesliga in der Saison 2014-2015, bei der man nur 3 Siege von 22 Spielen erzielen konnte, läuft es im zweiten Anlauf erheblich besser. Stefan Bradaric, der sportliche Leiter der Fireballs sagt hierzu: „Wir haben uns nun endlich in der 1. DBBL etabliert und sind angekommen. Diese Saison war mit vielen Tiefen gespickt. Vor allem in der ersten Saisonhälfte, wo unsere Mädels noch keinen Spielrhythmus hatten, wir auch mit einer dünnen Spielerdecke agieren mussten und hierbei leider viele Niederlagen eingesteckt haben. Das kann zu Frust und Demotivation führen. Nicht aber bei den Fireballs. Wir stehen immer wieder auf und kämpfen mit Leidenschaft. Kurz vor der Winterpause und danach fand die Mannschaft zu Konstanz und der richtigen Spielmentalität, die auf höchstem Niveau unbedingt notwendig ist. Nahezu jeder kann hier jeden schlagen. Wir können echt auf das jetzt schon Erreichte stolz sein. Danke an die Fans, vielen ehrenamtlichen Helfer und die Partner, Unterstützer und Sponsoren der Fireballs. Ohne diese wäre die One Family und das einmalige Event-Erlebnis bei uns in der Halle nicht möglich.“

So war es auch wieder am Samstag. In Heerscharen zogen die Fans und einige neue Besucher in die Sporthalle des Sportparks Bad Aibling ein. Vor ausverkauftem Haus mit 800 Zuschauern war von Beginn an zu spüren, dass heute die Siegesserie weitergehen würde. Der Vorstand des Fanclubs der Mangfalldrachen hat hierbei extra eine neue Choreographie einstudiert. Die Hurricanes Tanzgruppe der Bewegung und Tanz Abteilung des TuS Bad Aibling heizten in den Auszeiten und Viertelpausen dem Publikum kräftig ein und die Kunstradfahrer des Rad- und Kraftfahrerbunds Solidarität Bruckmühl e. V. boten eine tolle Halbzeitshow.

Es war somit alles bereitet für ein tolles und spannendes Spiel der Konkurrenten auf Augenhöhe. Und die Zuschauer und Fans sollten nicht enttäuscht werden. Beide Mannschaften boten sich eine Schlacht und gaben keinen Zentimeter her, wenn es um den Kampf um den Ball ging. Hannover kam zu Spielbeginn besser in die Partie. Zeigte gleich einmal ihre Gefährlichkeit von außen, haben doch die Niedersächsinnen exzellente Dreierschützinnen, allen voran die US Amerikanerin Jeltema. Doch Bad Aibling versteckte sich nicht, gewann das erste Viertel mit 23 zu 16 und sollte bis zum Ende hin auch dann nicht mehr die Führung aus der Hand geben. Aber die weiteren Ergebnisse der Spielabschnitte zwei, drei und vier zeigen hier, dass es wirklich eine enge Kiste war und die FireGirls sich niemals ausruhen durften (Period 2: 21:20 Period 3: 19:20 und Period 4: 19:14). Lindsay Sherbert und Lena Bradaric, die Duracell-Männchen bei den Fireballs waren die gesamten 40 Spielminuten auf dem Feld und rissen ihr Team ein ums andere Mal mit sehr guten und durchdachten Aktionen mit. Sherbert war mit 26 Punkten die Topscorerin der Partie und Bradaric erzielte 18 Punkte und 8 Assists. Sie rangiert in der Korbvorlagen-Statistik unangefochten auf Platz zwei mit 78 Assists bei 18 Spielen, sie hat hier einen Durchschnitt von über 4 Vorlagen pro Spiel und liegt nur 2 Assists hinter der US-Amerikanerin Shey Peddy aus Wasserburg. Jessica Höötmann wurde von ihren Teamkameradinnen immer wieder gut in Szene gesetzt und erzielte 21 Punkte.

Die Fireballs stehen nun kurz vor dem endgültigen Einzug in die Playoffs. Es sind noch vier Partien in der Hauptrunde zu spielen, bis es dann Anfang April in die Meisterrunde geht. Bad Aibling steht mit 18 Punkten auf Platz 6. Oben stehen die Teams Wasserburg (32), Keltern (30), Saarlouis (22), Marburg (22) und Herne (20). Hinter den Fireballs sind die Teams Hannover (16), Nördlingen (12) und Halle (12) platziert. Wobei Nördlingen und Halle noch am Sonntag spielen mussten. Hier standen bei Redaktionsschluss die Ergebnisse noch nicht fest. Rotenburg (6) hat nur noch theoretische Chancen zum Klassenerhalt und Freiburg (11), sowie Chemnitz (10 – muss hierbei am Sonntag aber auch noch gegen Nördlingen spielen!) spielen wohl um den Klassenerhalt. Deshalb heißt es nun für die FireGirls „weiter, immer weitermachen und fokussiert bleiben“. Schon am kommenden Sonntag, 26. Februar, spielt man die Auswärtspartie in Keltern. Hier organisiert der Fanclub wieder ein Public Viewing in der Sporthalle im Sportpark Bad Aibling. Anpfiff hier ist 17.30 Uhr. Die Fans dürfen sich dann am 4. und 11. März auf weitere tolle Heimspiele freuen. Um jeweils 19.00 Uhr sind dann die Teams aus Freiburg und Halle zu Gast, bevor es dann am 18. März um 19.00 Uhr zum 22. und letzten Hauptrundenspiel nach Nördlingen geht. Danach heißt es dann „FireTage“ in Bad Aibling, denn die FireGirls spielen Playoffs.

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