Parkplätze fallen dauerhaft weg

Am Glonn-Ufer in der Aiblinger Bahnhofstraße darf auch in Zukunft tagsüber nicht geparkt werden

image_pdfimage_print

Bad Aibling – So was nennt man ein Dilemma: Da will die Stadt Bad Aibling einerseits mehr Parkraum für immer mehr Autos schaffen und andererseits muss man nun beschließen, dass die Parkplätze am Glonn-Ufer (Im Foto rechts) in der Bahnhofstraße den Verkehrsteilnehmern nicht wieder zur Verfügung gestellt werden. Grund: Die Straße ist sonst zu eng. Feuerwehr und Busunternehmen haben sonst Mühe, mit ihren Fahrzeugen durchzukommen.

Eigentlich haben sich die Bürger ohnehin schon daran gewöhnt. Denn schon seit einigen Monaten sind diese Parkplätze in der Bahnhofstraße nicht mehr zu benutzen. Der durch mehrere Baumaßnahmen in der Irlachstraße umgeleitete Verkehr sorgte dafür, dass besagte Plätze wegfielen. Und jetzt, da alles wieder so wie früher sein könnte, haben die Feuerwehr und das Busunternehmen dagegen Protest eingelegt. Bei Gegenverkehr mit größeren Fahrzeugen ist die Straße dann einfach zu eng. An der engsten Stelle sind es 9,12 Meter, würden dann auf beiden Seiten noch Autos parken, dann ist ein Durchkommen fast nicht mehr möglich.

Deshalb verlas Bürgermeister Felix Schwaller in der Stadtratssitzung den Beschlussvorschlag, die Plätze auch in Zukunft wegfallen zu lassen. Und tatsächlich stimmten am Ende alle Fraktionen, wenn auch teilweise zähneknirschend, mit 19:3 Stimmen dem Vorschlag zu – mit der Einschränkung, in der Zeit von 19 Uhr bis 6 Uhr das Parken dort zu gestatten. Auf Anraten von Richard Lechner (SPD) ein Entgegenkommen an die Kurhaus-Gäste, die am Abend oft vergeblich einen nahe gelegenen Parkplatz suchen.

Mehrere andere Kompromissvorschläge wurden letztendlich dann abgelehnt. So wäre es für Florian Weber (Bayernpartei) gut, wenn man wegen der Geschäfte wenigstens vier kurzfristige Parkplätze lassen könnte. Doch für Rudolf Gebhart (ÜWG) war da der Aufschrei der Geschäftsleute zu gering: „Wenn sich da einige zusammengeschlossen und massiv protestiert hätten, wären wohl auch noch andere Alternativen angedacht worden.“

Auch Erwin Kühnel (CSU), der 2. Bürgermeister, konnte sich nicht für die Variante mit den vier Kurzzeitparkplätzen erwärmen. „Die Erfahrung zeigt, dass dann auch noch davor und dahinter geparkt wird“, sagte er.

Was für Martina Thalmayr von den Grünen viel schwerer als der Wegfall der Autoparkplätze wiegt, ist die Ankündigung der Stadt, dass auch Fahrradplätze dann fehlen werden. „Wo stellen dann die Leute, die vorbidlich mit dem Rad in die Stadt zum Einkaufen gehen, ihr Rad ab?“, fragte sie und gab zu bedenken, nicht immer nur die Autofahrer im Blick zu haben.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.