Piloten des Rettungshubschraubers geblendet

67-Jähriger aus Rosenheim als Tatverdächtiger ermittelt - Laserpointer zur „Krähenabwehr"

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Rosenheim – Laserpointer – bei unsachgemäßer Anwendung eine große Gefahr für das Augenlicht. Völlig unkalkulierbar wird das Risiko, wenn Piloten von Rettungshubschraubern – höchst konzentriert im Landeanflug – geblendet werden. In Rosenheim war dies am 6. Dezember der Fall, nun konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden!

Laserpointer mit hoher Leistung sind auch auf große Entfernung geeignet, schwerste Netzhautverletzungen zuzufügen. Piloten können durch Treffer nicht nur schwere Augenverletzungen erleiden, hier besteht die Gefahr eines Absturzes! Der am 6. Dezember gegen 21.30 Uhr mit einem Laserpointer erfasste Rettungshubschrauber war mit insgesamt fünf Personen besetzt. Zwei Piloten, ein Notarzt, sowie ein Rettungsassistent und ein Patient befanden sich an Bord und waren gemeinsam der Gefahr unmittelbar ausgesetzt. Dem Piloten gelang es trotz mindestens zweimaliger Erfassung durch den Laserpointer, den Helikopter sicher am Klinikum Rosenheim abzusetzen. Augenverletzungen erlitten die Insassen glücklicherweise nicht.

Die Kripo Rosenheim übernahm in der Folge die Ermittlungen wegen dem Verbrechenstatbestand „Gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr“. Durch die Angaben der beiden Piloten gelang es, den Ursprungsort des Angriffes näher einzugrenzen, so dass sich die Ermittlungen auf den Bereich des Georg-Staber-Ringes konzentrierten. Dort warfen die Ermittler dann auch 250 Postwurfsendungen bei den Anwohnern ein, mit der Bitte, sich mit Hinweisen zu melden.

Eine junge Frau konnte schließlich einen entscheidenden Hinweis geben. Sie hatte in einer Nacht nach der Attacke Laserlicht von einem etwas entfernt liegenden Balkon beobachtet und dies der Polizei mitgeteilt. Die Ermittler gelang es schließlich, die passende Wohnung auszumachen, so dass die Staatsanwaltschaft Traunstein bei Gericht Durchsuchungsbeschlüsse erwirken konnte.

Bei der heute Vormittag vorgenommenen Durchsuchung wurden die Beamten schnell fündig, sie stellten drei unterschiedlich große und verschieden leistungsstarke Laserpointer bei dem 67-jährigen Mann sicher. Dieser gab in einer Vernehmung bereits zu, einen Laserpointer eingesetzt zu haben, jedoch – wie er sagt – nur um Krähen abzuwehren. Die Laserpointer wurden sichergestellt, gegen den Mann laufen die Ermittlungen wegen Gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Auch die beiden Piloten sind mittlerweile verständigt und zeigten sich erleichtert über den Ermittlungserfolg.

Ob ein Zusammenhang mit einem Laserpointer-Angriff aus dem Raum Kolbermoor auf ein Passagierflugzeug im Oktober vergangenen Jahres besteht, wird derzeit geprüft.

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