Gegen die Verkitschung der Kultur

Kulturförderverein Mangfalltal stellt das Programm des Maxlrainer Kultursommers 2017 vor

image_pdfimage_print

Maxlrain/Mangfalltal – Es ist eine der beliebtesten Veranstaltungsreihen der Region: Der Maxlrainer Kultursommer. Denn der Mix aus Klassik, Moderne und Tradition stimmt hier in jedem Jahr aufs Neue. Auch in dieser Saison hat der Kulturförderverein Mangfalltal wieder ein attraktives Programm auf die Beine gestellt, bei dem für so gut wie jeden Geschmack und für jedes Alter etwas dabei sein dürfte. Dementsprechend stolz präsentierte der. 1 Vorsitzende Sepp Ranner (Foto) dann auch am Aschermittwoch um Bräustüberl Maxlrain das Programm und die Philosophie des Vereins.

„Wenn man sieht, was heute alles in den Medien steht, dann leben wir in einer bewegten Zeit“, sagte der ehemalige Landtagsabgeordnete. „Und der Journalist Peter Hahne sagte kürzlich, dass gerade dann der Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl für die Bürger eines Landes sehr wichtig sind. Wir tragen da auf unsere Weise dazu bei, denn es ist großartig, dass sich viele Menschen im Verein verantwortlich fühlen fürs Mangfalltal.“ Denn der Verein verbindet durch die Veranstaltungen die Menschen der Region ebenso wie die Künstler, die vorwiegend aus dem Mangfalltal, dem Inntal und der näeheren Umgebung kommen.

Ranner: „Kulturarbeit ist mit das wertvollste Humankapital!“ Über die Ziele des Vereins sagte er: „Wir fördern und fordern – und präsentieren in den Schlössern, Kirchen und Wirtshäusern der Region.“ Ganz wichtig dabei: Vor allem junge Talente sollen unterstützt un gefördert werden.

Das zeigt sich schon in den ersten Veranstaltungen des diesjährigen Kultursommers. Für das Auftaktkonzert des Kammerorchesters Kolbermoor am 11. März um 19.30 Uhr in der Kolbermoorer Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit wurden bewusst Werke aus Barock und Klassik gewählt, die jungen Solisten eine geeignete Plattform bieten, ihr Können zu zeigen. Das Kammerorchester besteht aus Lehrern, Schülern und ehemaligen Schülern der Stadtsing- und Musikschule, die in diesem Jahr ihren 90sten Geburtstag feiert.

Reizvoll auch das Mozart-Projekt am Sonntag, den 19. März, bei dem um 19 Uhr in der Kirche St. Georg in Bad Aibling das Mozart-Requiem aufgeführt wird. Hierbei wirken rund 130 Sängerinnen und Sänger mit Chorleiterin Susanne Tutert (Foto stehend r.), die auch Musiklehrerin am Gymnasium ist, führt hier die jungen Stimmen der Schüler mit den erfahrenen Sängern des Joseph-Haas-Chores zusammen. Die Gesamtleitung hat Anna Toeller (im Fotol .), eine erfahrene Chordirektorin, die schon am Theater Vorpommern und am Theater Heidelberg wirkte.

Schon diese beiden ersten Konzerte zeigen, was den Verantwortlichen im Verein schon immer  wichtig war: „Wir kämpfen gegen die Verkitschung unserer Kultur“, so Ranner. Dann fügte er hinzu: „Unsere Gesellschaft verroht immer mehr – wir haben Antworten.“

Nachdem Hannes Rott, der künstlerische Leiter des Kulturfördervereins, anschließend die weiteren Programmpunkte des Kultursommers 2017 erläuterte, stellte James Barnes von der Opernbühne e.V. Bad Aibling/Maxlrain das diesjährige Opernprojekt vor: Vom 16. bis zum 23. Juli führen die Mitwirkenden Donizettis Opernklassiker „Der Liebestrank“ in seiner italienischen Originalversion auf – „D’elisir d’amore“. Die Orchester- und Chorproben beginnen noch in diesem Monat, viele der Solisten suchte sich der Vorstand durch Annoncen im Internet zusammen. „Leider haben wir hier in der Region nicht so viele geeignete Sänger für diese Rollen“, sagte er. „Also mussten wir uns die Leute auch außerhalb suchen.“ Was ihn besonders freut: Sehr viele Bewerbungen kamen aus ganz Deutschland und einige sogar aus dem Ausland. Was zeigt, dass die Arbeit der Opernbühne bereits über die regionalen Grenzen hinaus bekannt ist und gewürdigt wird.

Was alle Beteiligten des Kultursommers stolz macht: Die Preise konnten auch heuer wieder moderat gehalten werden. Sepp Ranner: „Das haben wir natürlich vor allem auch den Sponsoren zu verdanken, ohne die der Kultursommer in dieser Form nicht möglich wäre.“ Die erschwinglichen Preise sind mit ein Grund dafür, dass die Veranstaltungen so gut besucht sind. Im vergangenen Jahr waren es rund 6000 Besucher. Zufrieden mit den Zahlen, dem Programm und der Philosophie des Vereins schloss Sepp Ranner dann mit den Worten von Kardinal Faulhaber: „Kultur ist die Kultivierung der Seele!“

Das komplette Programm des Maxlrainer Kutursommers 2017

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.