Alexx Forde nicht mehr spielberechtigt

Hiobsbotschaft: Bei FireGirls-Spielerin wurde ein nicht zugelassenes Medikament festgestellt

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Bad Aibling – Das Management der TBA Fireballs traf die Nachricht wie ein Donnerschlag: Alexx Forde wurde, nachdem sie sich am 5. Februar nach dem Marburg-Heimspiel eines Doping-Tests unterziehen musste, nun positiv auf die Einnahme einer verbotenen Substanz getestet. Die US-Amerikanerin ist ab sofort vom Deutschen Basketball Bund suspendiert und somit nicht mehr für die 1. Damen-Basketball-Bundesliga-Mannschaft der Fireballs spielberechtigt. Das Management hält sich nun weitere Schritte vor und entscheidet bald über die weitere Vorgehensweise und entsprechende Konsequenzen. 

Der „Fall“ ist aber komplexer als es von außen scheint. Der Spielerin Alexx Forde wurde von einem amerikanischen Arzt bereits als Jugendliche ein Medkiament über viele Jahre hinweg aufgrund einer chronischen Krankheit verordnet. Ein Alternativpräparat wurde von der Patientin nicht vertragen. Das wurde in einem Labor in Bad Aibling zu Beginn der Saison im September 2016 auch bestätigt. Während dieses Medikament in den USA mit dieser Indikation akzeptiert ist, ist es in Deutschland für diese Erkrankung nicht zugelassen. Ein deutsches Präparat wollte Alexx Forde nicht nehmen, da sie sich bei Ihrem Arzt mit dieser medikamentösen Einstellung gut aufgehoben fühlte und in Sorge war, dass eine erneute Umstellung nach ihrer Rückkehr in die USA notwendig sein würde.

Nach anfänglichem Bemühen eine TUE für „Off-Label-Use“ zu bekommen (Bei bestimmten Krankheitsbildern können Athletinnen und Athleten für den Einsatz verbotener Substanzen und Methoden nach dem Welt Anti-Doping Code (WADC) eine medizinische Ausnahmegenehmigung beantragen), wurde aufgrund des Aufwandes mit der Patientin unter Rücksprache mit Ärzten der Schön Klinik in Bad Aibling ein Auslassversuch unternommen. Alexx „Ali“ Forde hatte nach eigenen Angaben gegenüber des Teamarztes der Fireballs Marcus Aicher seit mehreren Monaten dieses Medikament nicht mehr genommen. Sie hatte weder den Teamarzt noch ihren Trainer Oliver Schmid und das Fireballs-Management darüber unterrichtet, dass sie wohl in der Woche vor der Testung einmalig eine Tablette eingenommen habe, da sie Probleme bei einer Autofahrt bemerkt habe. Aus Angst hatte sie bei der Testung dies nicht angegeben. Eine klare Absicht einer Leistungssteigerung mittels Doping scheint somit nicht vorzulegen, sondern es handelt sich eher hierbei um ein wenig überlegtes Vorgehen der Spielerin.

Dies soll keine Entschuldigung sein, dass eine 22-Jährige sich der Konsequenzen nicht bewusst ist, denn Alexx Forde wurde hinreichend informiert und aufgeklärt. Die TBA Fireballs haben zwar viel Verständnis für die persönliche Situation von Alexx, dennoch fühlt sich die Basketball-Abteilung den Dopingrichtlinien verpflichtet, und das nicht nur juristisch, sondern auch moralisch. Aus diesem Grund wird sich das Management in den kommenden Tagen zusammensetzen und über das weitere Vorgehen im Fall Alexx Forde entscheiden. Im Übrigen hat die Suspendierung von Alexx Forde keinerlei Konsequenzen für die TBA Fireballs.

 

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