Amt für Maßregelvollzug prüft

Was waren die Hintergründe im Fall des zweifachen Mordes von Rott?

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Rott – Nach dem Doppelmord von Rott vor genau einer Woche am Rosenmontag (wir berichteten ausführlich) hat sich nun das – erst im vergangenen Jahr neu gegründete – Amt für Maßregelvollzug mit Sitz in Nördlingen eingeschaltet. Als Fachaufsicht habe es im konkreten Fall einen so genannten Lockerungsmissbrauch zu prüfen – die Rede sei hier nicht von Ausbruch oder Entweichung aus dem gesicherten Bereich der Einrichtung in Gabersee. Nach dem bayerischen Maßregelvollzugsgesetz haben untergebrachte Personen – bei Erfüllung gesetzlich festgelegter Voraussetzungen – einen Anspruch auf Vollzugslockerungen …

Eine Stellungnahme sei angefordert worden, so ein Sprecher des Zentrums Bayern Familie und Soziales, bei dem das neue Amt für Maßregelvollzug angesiedelt ist.

Wie mehrfach berichtet ist ein 25-jähriger Türke dringend verdächtig, in der Nacht des Rosenmontags eine Frau (66) und einen Mann (73) in einem Mehrfamilienhaus im Rotter Ortszentrum – im Streit um Lärm – erstochen zu haben.

Er hatte drei Wochen vor der Tat einen unbegleiteten Hofgang auf dem Klinikareal genutzt, nicht mehr in die Einrichtung zurück zu kehren. Im Maßregelvollzug werden psychisch kranke oder suchtkranke Menschen untergebracht, die Straftaten verübt haben. Der 25-Jährige hatte im Alter von 18 Jahren – wie gemeldet – eine Tankstelle in Wasserburg überfallen.

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