Nonfiktionales Frühlingserwachen

Dokufilm-Festival in Bad Aibling feiert sein Zehnjähriges - Start am 16. März

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Bad Aibling – Wie die Zeit vergeht! In der kommenden Woche, vom 16. bis 19. März, geht die Nonfiktionale in ihre zehnte Saison. Und während dieser Zeit hat sich das Filmfestival rasend schnell etabliert. Von der Indie-Veranstaltung zum allseits beliebten Kult-Festival, das zudem im vergangenen November mit dem Kulturpreis des Landkreises ausgezeichnet wurde.

Am Anfang stand die Idee, eine Plattform für intensive Filmerfahrungen und den Gedankenaustausch zu schaffen – im Kinosaal und darüber hinaus. Umso wichtiger erschien es den Festivalorganisatoren, die Nonfiktionale als gastfreundliches Festival zu etablieren, das Publikum, Filmemacher und Branchenvertreter zusammenbringen sollte. Zunächst wurde das charmante Lindenkino mit seinem Retrocharme zum Ort des Filmgeschehens, und mit dem Festivalzentrum zog man in die Räucherkammer des Fischladens in der Bahnhofstraße. Nachdem man im Aiblinger Rathaus umgehend offene Türen für das Projekt vorgefunden hatte, hob sich am 27. September 2007 erstmals der Vorhang für das neu gegründete Dokumentarfilmfestival.

Nun feiert die Nonfiktionale vom 16. bis 19. März 2017 ihr erstes Jubiläum, das Zehnjährige. Dreh- und Angelpunkt ist mittlerweile das Aibvison Filmtheater, das mit exzellenter moderner Technik und mehr Kinosesseln aufwarten kann. Und heute, nach zehn Jahren, genießt das Festival nicht nur in Branchenkreisen einen ausgezeichneten Ruf, sondern ist auch fest im Kulturleben der Region verankert.

Wie immer stehen Filmprogramm und Diskussionen unter einem bestimmten Motto. In diesem Jahr rückt die „Dreiecksbeziehung“ in den Fokus. Es geht darum, wo und wie Filmemacher sich in einem Spannungsfeld gegensätzlicher Standpunkte verorten. Auf welche Weise positionieren sie sich gegenüber Protagonisten, die in fundamentaler Opposition zueinander stehen? Ergreifen sie Partei? Kann man beiden Seiten gerecht werden, ohne eine Seite zu verraten?

Spannende Fragen, mit denen sich die Festivalmacher im Gespräch mit dem Publikum und den anwesenden Filmemachern auseinandersetzen wollen. Denn – und auch das ist bei der Nonfiktionale guter, alter Brauch – nach jeder Filmvorführung ist ausgiebig Zeit für Diskussionen. Durch die thematische Klammer treten die einzelnen Filme miteinander in Beziehung und können Diskussionsfäden gesponnen werden.

In diesem Jahr laden 14 Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einer viertägigen Entdeckungsreise in dokumentarische Gefilde. In den Filmen wird Privates ebenso verhandelt wie gesellschaftliche oder politische Fragen. Die Filme führen nach Somalia, Kolumbien, Bosnien oder Heinsberg bei Aachen. Zwölf der eingeladenen Werke stehen im Wettbewerb. Denn der finale Glanzpunkt der vier Tage ist die Preisverleihung am Sonntagabend um 19:30 Uhr. Neben dem Nonfiktionale-Preis der Stadt Bad Aibling und dem von Schülern vergebenen Bürgerpreis wird von einer dreiköpfigen Jury der AVID-Schnittpreis für die beste Montage verliehen.

Neu in diesem Jubiläumsjahr ist ein parallel zum regulären Programm laufendes Kinderprogramm, das sich insbesondere an Grundschüler richtet. An drei Nachmittagen, jeweils um 15 Uhr, werden für die kleinen Nachwuchs-Cineasten Kurzfilme gezeigt. Und da auch hier den Nonfiktionalisten das Reden über Filme am Herzen liegt, wird das Kinderprogramm ebenfalls von einer medienpädagogisch versierten Moderatorin begleitet.

Weitere Informationen unter www.nonfiktionale.de

 

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