Verfolgungsjagd bei Raubling

Autodieb flüchtet zu Fuß und bleibt im Unterholz hängen - Schleierfahnder sind zur Stelle

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Raubling – Am vergangenen frühen Samstagmorgen stellten die bayerischen Schleierfahnder der PI Fahndung Rosenheim nahe der BAB-Anschlussstelle Brannenburg auf der BAB 93 bei der Überprüfung eines Ford Transit mit Pforzheimer Kennzeichen fest, dass das Fahrzeug in der Nacht von Donnerstag auf Freitag dort einem Handwerksbetrieb samt geladenem Werkzeug gestohlen worden war.

Bei der Annäherung der Beamten ans Fahrzeug flog sofort die Fahrertüre auf und eine Person versuchte zu Fuß zu entkommen. Nach kurzer Verfolgung verfing sich der Flüchtende jedoch im dichten Unterholz und konnte durch die Beamten festgenommen werden.

Die Überprüfung der eingetragenen Personalien im vorgelegten Reisepass ergab zunächst keinerlei Treffer in den Fahndungsdateien.

Die ganze Wahrheit über den mutmaßlichen Autodieb blieb den Schleierfahndern dank eines Fingerabdruckabgleichs jedoch nicht lange verborgen: In Wirklichkeit handelte es sich um einen 38jährigen Albaner, der ein langes Vorstrafenregister in Deutschland auf dem Kerbholz hatte.

Unter seinen ehemaligen Personalien bestand ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft München II wegen Diebstahls mit Waffen. Dieser lautete auf 1.325 Tage Haft. Außerdem wurde er 2011 aus Deutschland abgeschoben und mit dem entsprechenden Wiedereinreiseverbot belegt.

Um problemlos wieder nach Deutschland einreisen zu können und seiner Verhaftung zu entgehen hatte er legal seinen Namen geändert und sich in Albanien einen neuen Pass ausstellen lassen.

Er wurde noch am Samstag in die JVA Bernau eingeliefert, wo er seine bestehende Haftstrafe absitzen wird. Zusätzlich muss er sich wegen besonders schweren Fall des Diebstahls eines Kraftwagens und unerlaubter Einreise verantworten, was die Haft durchaus nochmals ein wenig verlängern könnte.

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