Über alle Berge

Gemeinsame Ausstellung in den Galerien Markt Bruckmühl und Villa Maria Bad Aibling

image_pdfimage_print

Bruckmühl/Bad Aibling – Ein großes Gemeinschaftsprojekt erwartet die Besucher in den beiden Galerien. Künstler vom „Südtiroler.Künstlerbund.Prisma“ in Kooperation und von der „Neuen Münchner Künstlergenossenschaft“ (NM) stellen aus. Dieses grenzübergreifende Ausstellungsprojekt ist eine Kooperation der Galerie Markt Bruckmühl mit der Galerie Villa Maria in Bad Aibling.

Die Eröffnungen finden statt am 19. März 2017, um 11.00 Uhr in der Galerie Markt Bruckmühl, Sonnenwiechser Str. 12, 83052 Bruckmühl und um 14.30 Uhr in der Galerie Villa Maria, Rosenheimer Str. 43, 83043 Bad Aibling. Die Begrüßung in Bruckmühl erfolgt durch Dr. Lisa Trockner, Südtiroler Künstlerbund, die Einführungsrede hält Prof. Dr. Andreas Kühne. In Bad Aibling wird die Einführungsrede von Eva Ruhland, Neue Münchner Künstlergenossenschaft, gehalten.

Mit dem grenzüberschreitenden Projekt sprechen die beiden Künstlerverbände nicht nur eine gegenseitige Einladung zur jeweiligen Ausstellung vor Ort aus – 2016 in der Galerie Prisma in Bozen, im Frühjahr 2017 jetzt in der Galerie Markt Bruckmühl und in der Villa Maria, Bad Aibling. Geplant ist ein künstlerischer Austausch (im Einzelfall sogar eine direkte Kooperation) zwischen den Künstlerinnen und Künstlern aus Bayern und denen Südtirols, der den vielfältigen Ansätzen des Konzepts gerecht wird. Das Konzept und die Kuration der Ausstellungen oblagen der NM. Für die Galerie Prisma wählte sie Arbeiten von 9 Künstlerinnen und Künstlern des Südtiroler Künstlerbunds aus sowie Werke von 16 Mitgliedern der NM. Für die jetzt stattfindenden Ausstellungen in Bayern wählte das Kuratorenteam der NM 19 Mitglieder des Südtiroler Künstlerbunds und 9 KünstlerInnen der NM aus. In den Ausstellungshäusern in Bruckmühl und Bad Aibling werden somit 28 zeitgenössische künstlerische Positionen mit aktuellen Werken aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Zeichnung, Fotografie, Video sowie Installationen, die speziell für die Ausstellung „Über alle Berge“ entwickelt wurden, gezeigt. Bereits der Titel „Über alle Berge“ birgt diverse Implikationen, deren einzelne Themenkomplexe bildnerische Formen finden sollen. Mit einbezogen werden:

•  geschichtliche und literarische Aspekte der Alpenüberquerung,

•  Gedanken zu Migration, Flucht oder Besetzung,

•   Fragen nach Heimat und Identität,

•  Aspekte des Tourismus und dessen Folgen

• sowie lokale und globale Phänomene von Natur, Geologie, Erosion und Klima(folgen), die beispielsweise an die Auffassung romantischer Landschaftsdarstellungen anknüpfen.

Gemäß der Freiheit der Gedanken und der Überwindung von Schranken dienen die auf der Einladungskarte zu sehenden Luftballons auch als ikonografischer Hinweis. Sie haben unter anderem ihren Ursprung in einem Gemälde des Leipziger Malers Wolfgang Mattheuer (1927-2004), der ein Bildzitat von Eugène Delacroix’ „Marianne“, die das „Volk auf die Barrikaden führt“ (1830) verwandelte und mit verändertem Inhalt auflud. Im Unterschied zur französischen „Marianne“ ist Mattheuers Frauenfigur keusch verhüllt und trägt weder Flinte noch Trikolore, sondern ironischerweise einen Strauß von Luftballons.

Teilnehmer des Südtiroler Künstlerbunds:

Leonhard Angerer – Erich Dapunt – Fabian Feichter – Ruth Gamper – Eliza Grezzani – Helga von Hofe – Cornelia Lochmann – Markus Moling – Petra Polli – Flavio Senoner – Lois Steger

Thomas Sterna – Andrea Varesco/Michael Munding – Karin Welponer – Sara Welponer

Letizia Werth – Gustav Willeit – Andreas Zingerle

Teilnehmer der NM:

Annette Bastian – Eike Berg – Irene Fastner – Christian Heß – Peter Pohl – Barbara Regner

Frauke Sohn – Susan Stadler – Almut Wöhrle-Ruß

Die Ausstellungen sind zu sehen vom 19. März bis zum 23. April 2017. Öffnungszeiten in Bruckmühl:

Mi 14.00 bis 18.00 Uhr, Sa/So von 11.00 bis 18.00 Uhr; in Bad Aibling Sa/So 14.00 bis 18.00 Uhr.

Die Ausstellungen enden mit einer gemeinsamen Finissage in der Galerie Markt Bruckmühl am Sonntag, 23. April ab 17.00 Uhr. Im Rahmen dieser Finissage wird die farbige Dokumentation der Ausstellungen in Form eines Katalogs vorgestellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.