Immer mehr Haushalte sammeln Bioabfälle getrennt

Die Mengen der auf den Wertstoffhöfen des Landkreises gesammelten Bioabfälle steigen an

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Landkreis – Die mit Beginn des neuen Jahres eingeführte getrennte Erfassung von Bioabfällen auf allen Wertstoffhöfen im Landkreis Rosenheim kommt langsam in Gang. Wie das zuständige Sachgebiet Abfallwirtschaft im Landratsamt Rosenheim mitteilte, wurden im Januar 9,7 Tonnen eingesammelt und im Februar bereits 12,5 Tonnen.

Um das Sammeln der Bioabfälle möglichst komfortabel zu gestalten, bietet der Landkreis allen Bürgerinnen und Bürger einen braunen 10 Liter-Kunststoffbehälter sowie dazu passende Papiertüten kostenfrei an. Sie stehen auf allen Wertstoffhöfen zur Mitnahme bereit. Dieses Angebot betrifft nicht die Stadt Wasserburg, die ihre Müllabfuhr und Wertstoffsammlung in eigener Regie organisiert.

Die erfassten Bioabfälle werden beim VIVO Kommunalunternehmen in Warngau im Landkreis Miesbach angeliefert und dort zunächst durch Vergärung energetisch genutzt. Das heißt, das entstehende Biogas wird in Strom und Wärme umgewandelt. Anschließend wird das Gärsubstrat kompostiert. Es ist ein hervorragender organischer Dünger für Gärten und Landwirtschaft oder ist Ausgangsmaterial zur Herstellung von Substraten oder Gartenerde.

Bioabfälle, die über den 10 Liter-Kunststoffbehälter auf den Wertstoffhöfen entsorgt werden können, sind Reste von Obst, Gemüse und Salat, gekochte und ungekochte Speisereste, verdorbene und verschimmelte Lebensmittel ohne Verpackungen, Brot- und Gebäckreste, Fleisch- und Wurstreste sowie Knochen, Kaffeefilter und Teebeutel, Eier- und Nussschalen sowie Obstkerne, Käse-, Quark und Joghurtreste sowie Küchenfette.

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5 Gedanken zu „Immer mehr Haushalte sammeln Bioabfälle getrennt

  1. Anita Fuchs, Kreisrätin B'90/Grüne, Bad Aibling

    Kein Grund zum Jubeln, erst das Hundertfache wäre ganz gut – Das Bringsystem bringt‘s nicht

    Wer es wirklich ernst meint mit der ökoeffizienten Kreislaufwirtschaft von Bioabfall, der kommt auch im Landkreis Rosenheim an der Biotonne, die zuhause abgeholt wird, nicht vorbei. Nur im Holsystem mit Biotonne lassen sich Mengen wie im Landkreis München von über 80 Kilogramm pro Einwohner und Jahr oder wie im Landkreis Miesbach von deutlich mehr als 100 Kilogramm pro Einwohner und Jahr erzielen.
    Mit dem derzeitigen Sammelergebnis (12,5 Tonnen pro Monat ergibt hochgerechnet etwa 0,6 Kilogramm pro Einwohner und Jahr) könnten wir in der Region Rosenheim davon nicht einmal ein Prozent erreichen. Das heißt auch, dass nach wie vor der meiste Bioabfall im Restmüll landet und im Müllheizkraftwerk Burgkirchen mitverbrannt wird.
    Lassen Sie sich bitte nicht täuschen, schauen Sie auf die üblichen Vergleichsgrößen, das sind natürlich die Mengenangaben in Kilogramm pro Einwohner und Jahr, nur diese Angaben sind tatsächlich aussagekräftig für Ergebnisse und wirklich vergleichbar.
    Verkehrstechnisch wäre es übrigens wohl kaum zu verkraften, wenn tatsächlich ordentliche Sammelmengen von allen Haushalten in unzähligen Einzelfahrten an den Wertstoffhöfen angeliefert werden würden. Man stelle sich beispielsweise das daraus resultierende Chaos beispielsweise in der Thürhamer Straße in Bad Aibling vor.
    Da wird doch klar, nur die Biotonne im Holsystem und im Mülllastwagen, am besten mit Mehrkammersystem, kann auf Dauer funktionieren und ist ökologisch wie finanziell sinnvoll.

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    1. Andreas Winhart

      Liebe Frau Kreisrätin Fuchs,

      was Sie vergessen ist, dass sei vielen Jahren zahlreich Bürger ihren eigenen Komposthaufen haben und dort vor Ort ihren Biomüll verwerten (ich sage bewusst verwerten statt entsorgen).
      Außerdem is doch besser wenn jeder, der die Möglichkeit nicht hat, kurz mim Radl am Wertstoffhof vorbeischaut, statt dass wieder LKWs im Stop-and-Go-Verfahren (gerade durch das häufige Anfahren entstehen besonders viele Abgase) die Luft verpesten. Die Biotonnen sind vermutlich dann auch noch aus Plastik, oder?

      Mit freundlichen Grüßen,

      Ihr AfD-Ortsbeauftrager Andreas Winhart

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    2. In vielen anderen Ländern/ Bundesländern ist es bereit „Alltagsgeschäft“ die verschiedenen Müllsorten – Plastik-Altpapier- Biomüll-Restmüll- abzuholen und einzusammeln. Dadurch wird allein schon vermieden, wie Frau Fuchs bereits erwähnt, dass jeder einzeln am Wertstoffhof vorfährt. Aber anscheinend hat es halt ned jeder mit der Mathematik….

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  2. Hand auf’s Herz
    In meiner Nachbarschaft gibt es zwar Kompostbehälter in den Gärten. Aber aus gutem Grund – keine Zeit, zu alt, Garten zu klein für die anfallenden Mengen oder schlicht keine Lust – wird nur selten wirklich richtig kompostiert. Das macht nämlich übrigens Arbeit. Leider landen Küchenabfall und Gartenschnitt sogar häufig im Glonnufer. Viele wären dankbar für eine bequeme Biotonne vor der Haustür, sagt z.B. mein betagter Nachbar.
    Und Fakt: Mit dem Fahrrad fahren die wenigsten zum Wertstoffhof. Die Befragung des bifa-Umweltinstituts zum Pilotversuch im letzten Jahr hat ergeben, dass 93 Prozent der Wertstoffhof-Besucher mit dem PKW kommen.

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    1. Bad Aiblinger

      Fakten und sachliche Informationen sind bekanntermaßen von Herrn Winhart und seinen Mitstreitern ja leider nicht erwünscht. Sonst sähen auch seine Kommentare anders aus.

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