Bedarf an Betreuung von Schulkindern steigt

Landkreis Rosenheim legt Teilplan zur Entwicklung von Betreuungsangeboten vor

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Landkreis – Im Rahmen der Jugendhilfeplanung im Landkreis Rosenheim hat sich eine Facharbeitsgruppe mit der Betreuung von Schulkindern nach dem Unterricht beschäftigt. Die in einem Teilplan zusammengefassten Ergebnisse zu Bildungs- und Betreuungsangeboten für Grundschulkinder wurden am Mittwoch im Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Wenn Kreisausschuss und Kreistag zustimmen, wird der Teilplan den Fachleuten und den Entscheidungsträgern in den Kommunen als Orientierungshilfe zur Verfügung gestellt.

Die Nachfrage nach Betreuungsangeboten für Schulkinder hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. „Es gibt ein vielfältiges etabliertes Angebot“, sagte der Sozialplaner des Landkreises Rosenheim Jürgen Laupheimer, und die Nachfrage wird weiter ansteigen. Die wesentlichen Gründe sind der erhöhte Stellenwert von Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Verbesserung der schulischen Lernbedingungen sowie die Förderung von Integration.

In dem Papier wird mehr als deutlich, dass mit Betreuung mehr gemeint ist, als Schülerinnen und Schüler nach dem Unterricht zu beaufsichtigen. Sabine Stelzmann, die im Kreisjugendamt Rosenheim für die Kommunale Jugendhilfe zuständig ist sagte: „was die Kinder in dem Alter brauchen war Grundlage unserer Diskussion. Jedes Kind wird als eigenständige Persönlichkeit gesehen, dessen Lebensphase zwischen dem sechsten und 14. Lebensjahr von großer Bedeutung ist. Für die Kinder wird neben den Eltern die Gruppe der Gleichaltrigen immer wichtiger. Die Buben und Mädchen wollen Neues entdecken, brauchen Herzlichkeit und Grenzen und wollen Möglichkeiten, sich frei und selbstständig auszuprobieren. Damit verbinden sich Anforderungen an Räumlichkeiten, Personal und Betreuungsinhalte.“

Gefordert sind hier auch Kommunen, denn sie sollten bestehende Angebote ausgestalten und den Ausbau neuer Angebote unterstützen. Der bedarfsgerechte Ausbau der Schulkindbetreuung wird in den kommenden Jahren eng verflochten sein mit dem Ausbau von schulischen und kombinierten Ganztagsangeboten. Der Landkreis Rosenheim will diesen Prozess beratend unterstützen und gleichzeitig auf die Umsetzung eines bedarfsgerechten Angebots achten.

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