Falschfahrer auf der A8

Angebliche Verfolgung führte zur Geisterfahrt auf der Autobahn vor dem Kreuz München-Süd

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München – Am frühen Mittwochmorgen gegen 00:13 Uhr teilten mehrere Verkehrsteilnehmer der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd einen Geisterfahrer auf der A 8 auf der Richtungsfahrbahn zum Autobahnkreuz München Süd in Fahrtrichtung München mit. Der Falschfahrer fuhr nach Zeugenaussagen einen Kleintransporter und kam ihnen auf dem linken Fahrstreifen mit hoher Geschwindigkeit entgegen. Glücklicherweise konnten alle Fahrzeuglenker rechtzeitig ausweichen, so daß es zu keinem Schadensfall kam.

Zunächst stellten die verständigten Beamten der Autobahnpolizeistation Holzkirchen auf der Autobahn keinen Geisterfahrer mehr fest. Eine Streife der Münchner Polizei sichtete schließlich einen weißen Klein-LKW der in der Rosenheimer Straße  in der Kreuzungsmitte stand und auf den die detaillierte Beschreibung der Zeugen paßte.

Bei der anschließenden Kontrolle  des offensichtlich verwirrten Fahrers wurde bei dem Fahrer ein verbotener Teleskopschlagstock und Betäubungsmittel sichergestellt. Ein freiwillig durchgeführter Alko-Test bei dem 25jährigen Mann aus Polen verlief negativ, da aber Drogen im Spiel waren wurde eine Blutentnahme angeordnet.

Der Fahrer gab an, von einem anderen Verkehrsteilnehmer verfolgt worden zu sein und er habe  deshalb auf der Autobahn gewendet. Ob dies nun der Fall war, bedarf noch weiterer Ermittlungen.

Den Fahrer erwartet nun ein Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Vergehen nach dem Waffengesetz und dem Betäubungsmittelgesetz. Der Führerschein wurde vor Ort sichergestellt.

Evtl. Geschädigte oder weitere Zeugen zu dem Vorfall werden gebeten, sich bei der Autobahnpolizeistation Holzkirchen, Tel. 08024 / 90730, zu melden.

 

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