Wieder mal: Basketball-Wahnsinn in Bad Aibling!

FireGirls ringen im Playoffspiel nach großem Kampf Marburg mit 65:58 nieder - Entscheidungsspiel am Sonntag

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Bad Aibling – Zuerst himmelhoch jauchzend, dann zu Tode betrübt – und am Ende völlig aus dem Häuschen! Das Publikum in der Aiblinger Sporthalle erlebte am Freitagabend den Basketball-Wahnsinn in Reinkultur. Mit unbändigem Willen und einer überragenden Mannschaftsleistung zwangen die FireGirls den klaren Favoriten aus Marburg im zweiten Spiel der Playoffs mit 65:58 in die Knie und erzwangen so das Entscheidungsspiel an diesem Sonntag in Marburg.

Dabei nahmen die Bundesliga-Basketballerinnen aus Bad Aibling ihre Fans mit auf eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle: Nachdem sie zu Beginn schon mit 20:8 eine komfortable Zwölf-Punkte-Führung hatten, ließen die FireGirls die Zuschauer in der nahezu ausverkauften Halle schon von einem Basketball-Wunder träumen. Doch dann wurden die Spielerinnen des BC Pharmaserv Marburg ihrer Favoritenrolle gerecht und kämpften sich Punkt für Punkt heran. Zur Halbzeit stand es 28:28 und die kühnsten Hoffnungen der Aiblinger Fans wurden dann im dritten Viertel von Marburg  jäh zerstört. Die Gäste aus Hessen gingen immer mehr in Führung und zogen auf einen Vorsprung von elf Punkten davon.

Doch die Aiblingerinnen erinnerten sich in dieser Phase an ihren Vorsatz, sich wenigstens mit einer starken Leistung aus dem Wettbewerb zu verabschieden und hängten sich noch einmal richtig rein. Plötzlich rieben sich selbst die größten Pessimisten auf den Zuschauerrängen verwundert die Augen. Denn das, was bei den Gastgeberinnen zuvor oft nicht geklappt hat, funktionierte auf einmal: Dreierwürfe von Lindsay Sherbert und Lena Bradaric fanden ins Ziel, Marburger Angriffe wurden erfolgreich abgewehrt und Vorstöße unterm Korb wurden erfolgreich abgeschlossen. Die FireGirls waren „on fire“! Dazu kam das Publikum. Die Fans standen wie ein Mann hinter ihren Mädels und peitschten sie unaufhörlich nach vorne. Als das Heimteam dann in Führung ging, hielt es niemand mehr auf den Sitzen. Den Rest der Begegnung verfolgten die völlig begeisterten Zuschauer stehend.

Im Finish hatten die auch von der lautstarken Kulisse sichtlich beeindruckten Marburgerinnen nichts mehr entgegenzusetzen und mussten sich den Aiblingerinnen mit 58:65 geschlagen geben. „Wir sind einfach immer wieder für eine Überraschung gut“, sagte ein sichtlich ergriffener Oliver Schmid. Der Trainer der FireGirls zog dann aber sogleich seine Schlüsse aus diesem Spiel: „Wir haben eigentliuch nicht anders gespielt als im Hinspiel in Marburg. Nur haben wir eben heute die Intensität gezeigt, die es braucht, um so einen Gegner zu bezwingen. Daheim klappt das meistens, auswärts leider noch nicht so oft. Daran arbeiten wir.“  Nun muss am Sonntag im dritten und entscheidenden Spiel der Sieger dieser Playoffrunde in Marburg ermittelt werden. Wenn Aibling noch einmal diese Konzentration und Bissigkeit aufs Parkett bringt, wird das eine mehr als ausgeglichene Partie.

Foto: Albert Goike 

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