Unser Mundart-Montag: „Brezn“

Jeder Bayer isst sie fast täglich, aber woher kommt das Wort?

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Jeder Bayer isst sie fast täglich – die Brezn. Das Wort ist sowohl in unsere Essgewohnheiten, als auch in unseren Sprachgebrauch so fest integriert, dass sich wahrscheinlich nur die wenigsten schon mal gefragt haben, warum das braune Laugengebäck so heißt, wie es heißt …

„Brezn“ kommt vom althochdeutschen Wort „brezitella“, das wiederum einen lateinischen Ursprung hat und von „brachiatellium“ abstammt. „Brachiatellium“ heißt auf deutsch so viel wie „Ärmchen“. Weil unsere Brezn so aussieht, als würde jemand seine Arme verschränken, hat sich aus dem lateinischen Wort für Ärmchen „Brezn“ entwickelt.

Und übrigens: Der Buchstabe „L“, der oft aus der Brezn eine Brezel macht, hat da – rein von der Wortherkunft her – überhaupt nix verloren!

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2 Gedanken zu „Unser Mundart-Montag: „Brezn“

  1. Hubert Wohlmuth

    Liebe Redaktion!
    Freut mich immer, wenn „Sprachaufklärung“ betrieben wird – und dann dieser Satz zu Beginn: „Jeder Bayer ist sie fast täglich….“.
    Also: er IST sie, die Brezn natürlich – Respekt!
    Was denkt da der „gemeine Preiss'“ über uns?

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    1. Andreas Fallscheer Beitragsautor

      Hallo Herr Wohlmuth, danke für Ihre Adleraugen! Jetzt isst der Bayer die Brezn wirklich. Würde auch zu komisch aussehen, wenn er täglich eine wäre 😉

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