Das neue Leben des Hassan Ali Djan

Afghanischer Flüchtling liest am 5. Mai in der Stadtbücherei Bad Aibling aus seinem Buch

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Bad Aibling – Das Thema „Flucht“ aus erster Hand! Was bewegt einen Menschen, die große Reise ins Ungewisse anzutreten? Wie ist es, in einer völlig fremden Kultur Fuß zu fassen? Welche Ängste, welche Hoffnungen sind damit verbunden? Hassan Ali Djan hat all diese erlebt und ein Buch darüber geschrieben. Zur Lesung des afghanischen Flüchtlings am 5. Mai laden der Kreis Migration Bad Aibling e.V. und die Sadtbücherei Bad Aibling in die Stadtbücherei ein. Ab 19.30 Uhr liest Hassan Ali Djan aus seinem Buch „Afghanistan. München. Ich.“

Als Hassan Ali Djan vor 12 Jahren nach Deutschland kam, war er minderjährig und Analphabet. Ein Flüchtling aus Afghanistan ohne Deutschkenntnisse und ohne Perspektiven. Heute hat er die Mittlere Reife, eine abgeschlossene Lehre, eine eigene Wohnung und ist deutscher Staatsbürger.

In seinem Buch „Afghanistan. München. Ich“ erzählt Hassan Ali Djan seine eigene Geschichte: wie er nach dem Tod seines Vaters die Verantwortung für die Versorgung seiner Familie trug und sich zur Flucht in den Ersatzreifen eines Lastwagens unter die Ladefläche zwängte. Er schreibt vom unerträglich langen Warten auf den Ausgang des Asylverfahrens, von seinem Leben zwischen den Welten und von seinen Anfängen in München: „Ich habe zwei Leben. Das erste Leben muss geendet haben, als ich im Oktober 2005 in München ankam. Mein zweites Leben aber hat gerade erst begonnen. Allmählich fühlt sich Deutschland nicht mehr fremd an.“

Hassan Ali Djan wurde 1989 in Almitu, Afghanistan, geboren. Mit 16 floh er über die Türkei und Griechenland nach München, wo er auch heute noch lebt.

Wann: Freitag, 5. Mai 2017

Wo: Stadtbücherei Bad Aibling im Rathaus, Marienplatz 1

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 4 Euro, ermäßigter Eintrittspreis 2 Euro (für Asylbewerber, Studenten, Schüler, Senioren, usw.)

Kartenvorverkauf: in der Stadtbücherei ab Anfang April

Musikalische Begleitung: MD ROCKS, eine deutsch, pakistanisch, nigerianische Band vom Kreis Migration

Foto: © Jan Schmiedel

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