Arbeit des Kinderdorfs trägt Früchte

Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner besuchte Caritas Einrichtung in Irschenberg

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Irschenberg – Anlässlich des Ehemaligenfests am vergangenen Samstag stattete Aigner (l.) in ihrer Funktion als Vorsitzende des Fördervereins Caritas Kinderdorf Irschenberg e.V. und Schirmherrin der Veranstaltung den Gästen einen Besuch ab. Rund 300 ehemalige Bewohner und Mitarbeiter sind der Einladung zum 45. Jubiläum des Kinderdorfs gefolgt. Während bei den Ehemaligen die Wiedersehensfreude im Mittelpunkt stand, nutzte die stellvertretende Ministerpräsidentin die Gelegenheit, mit einigen ins Gespräch zu kommen.
So zum Beispiel mit einem ehemaligen Kind der aller ersten Stunde. Sabine Naglmaier (M.) war am 10. Juli 1972 mit ihren drei Geschwistern in das gerade neu eröffnete Caritas Kinderdorf eingezogen. Ihre kleine Schwester Manuela war damals mit drei Jahren das jüngste Kind unter den siebzig Mädchen und Buben, die mit den Schwestern der Heiligen Familie aus dem Kinderheim Starkheim/Mühldorf nach Irschenberg umzogen waren. Sie erinnert sich an den gemeinsamen Einzug in Haus 5: „Manuela, Pepp, Horst und ich wir waren für unsere Hausmutter Rosemarie
Antretter die Maderholz-Kinder. Ich empfinde es noch immer als ein Glück, dass wir ein paar Jahre mit ihr im Haus „Familie Goretti“ verbringen durften. Denn die Liebe, die sie uns gab, bildete ein starkes Fundament für uns. Hierfür habe ich ihr auch beim letzten Ehemaligenfest vor fünf Jahren mit einem Brief persönlich gedankt.“

Heute arbeitet das ehemalige Kinderdorfkind Sabine Naglmaier in einer Einrichtung für geistig behinderte Menschen. Ilse Aigner wies in ihrem Grußwort darauf hin, wie wichtig für die hier lebenden Kinder und Jugendlichen positive Vorbilder seien, die ihnen zeigen, dass man es
im Leben zu etwas bringen kann. Sie dankte stellvertretend drei heute erwachsenen und erfolgreichen Ehemaligen, die sich im Förderverein engagieren und dort ihre Erfahrungen einbringen. Die Vorsitzende des Fördervereins äußerte sich auch zur Bedeutung der Kinderdorfarbeit der Caritas: „Kein Kind kann sich seine Eltern aussuchen. Es ist unsere christliche Pflicht und soziale Verantwortung Menschen in Not zu helfen. Insbesondere Kindern, die einen denkbar schlechten Start ins Leben hatten. In den Kinderdorffamilien finden sie die Sicherheit,
Geborgenheit und Zuneigung, die ihnen bisher verwehrt geblieben ist. Hier werden die Kinder und Jugendlichen gut auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereitet.“ Sabine Naglmaier ist ein Beispiel hierfür. Auftakt des Ehemaligenfests bildete ein gelungener Gottesdienst unter der Leitung von
Diakon Horst Blüm im bis auf den letzten Platz gefüllten Prälat Müller-Saal.

Foto oben: Was wird aus den jungen Menschen, die im Kinderdorf aufgewachsenen sind? Dieser Frage ging die Vorsitzende des Fördervereins Caritas Kinderdorf Irschenberg e.V. Ilse Aigner beim Ehemaligenfest nach. Hier mit der Ehemaligen Sabine Naglmaier, die mit ihren drei Geschwistern 1972 ins Kinderdorf kam. „In unserem Herzen wird unsere Kinderdorfmutter Rosemarie Antretter immer unsere Mama bleiben“, verriet Sabine Naglmaier (Mitte) der bayerischen Staatsministerin und Dorfleiter Wolfgang Hodbod.

Foto: Sehr gut besucht war der Gottesdienst unter der Leitung von Diakon Horst Blüm, der den Auftakt des Ehemaligenfestes im Caritas Kinderdorf Irschenberg bildete

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