Lebensgefährliche Fahrt nach Deutschland

Bundespolizei entdeckt Migranten auf Güterzügen in Raubling

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Raubling/Rosenheim – Am Sonntag stoppte die Bundespolizei am Bahnhof in Raubling außerplanmäßig einen Güterzug, der ursprünglich in Verona gestartet war. Kurz zuvor hatte die Besatzung eines Polizeihubschraubers auf einem Puffer zwischen zwei Waggons dieses Zuges Personen entdeckt. Wie sich herausstellte, handelt es sich um zwei Eritreer im Alter von 19 und 30 Jahren.

Um sicherzustellen, dass sich in dieser Nacht nicht noch weitere Menschen auf diese gefährliche Weise auf den Weg in die Bundesrepublik gemacht hatten, wurden am Bahnhof Raubling mehrere Güterzüge einer Kontrolle unterzogen. Dabei fanden die Bundespolizisten in einem weiteren Zug aus Italien einen Gambier, der sich unter einem aufgeladenen Lkw verborgen hielt. Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland hatten keiner der drei Afrikaner. Sie wurden in die Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei verbracht. Mangels Interesse an Schutz oder Asyl mussten sie das Land bereits wieder verlassen.

In der Vergangenheit versuchten Migranten immer wieder auf lebensgefährliche Weise mit Güterzügen nach Deutschland einzureisen. Da derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, dass Menschen den grenzüberschreitenden Güterverkehr für ihre unerlaubte Einreise in die Bundesrepublik nutzen, muss auch in Zukunft mit anlassbezogenen Kontrollen der Bundespolizei gerechnet werden.

 

Foto: Bundespolizisten kontrollieren einen Lkw-Auflieger am Bahnhof Raubling © Bundespolizei

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