Mars und Merkur ganz eng

Der Sternenhimmel im September - von Astronom Manuel Philipp

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Landkreis – Ein neuer Monat hat begonnen und das bedeutet für uns: In den Himmel gucken. Denn unser Astronom Manuel Philipp kann weider viel Sehenswertes am Firmament entdecken und auch erklären. Sein besonderer Tipp: Vom 16. bis 18. September gibt’s morgens gegen ca. 6 Uhr tolle Anblicke über dem Osthorizont. Mars und Merkur stehen ganz eng, dazu die Venus und der Löwe-Stern Regulus. Dazu noch der abnehmende Mond, der sich in einer schmalen Sichel zeigt und am 18. den Stern Regulus bedeckt, der am Morgen des 17. noch frei war, weil da der Mond noch weiter entfernt stand.

Auch im September bestimmen immer noch einige Highlights den Sternenhimmel: Das hoch über unseren Köpfen (im Zenit) stehende Sommerdreieck, das sich aus den Sternen Wega (Sternbild Leier), Deneb (Sternbild Schwan) und Atair (Sternbild Adler) zusammensetzt, das prächtig-majestätische Band der Milchstraße, die sich vom Nordosthorizont quer über die ganze Himmelshalbkugel (und mitten durch das Sommerdreieck) bis zum Südwest-Horizont zieht und zuletzt genau in diesem Areal knapp über dem Horizont die herrlichen Sternbilder Schütze und Skorpion. Beide machen sich allerdings Nacht für Nacht immer mehr vom Acker. Der Skorpion verschwindet unter dem Südwest-Horizont bereits Mitte September; der Schütze bleibt uns noch etwa einen Monat länger erhalten, bevor auch in der Abenddämmerung am Südwest-Horizont wegtaucht. In dieselbe Richtung machen sich mittlerweile aber auch die Sternbilder Bärenhüter und Schlangenträger. Dafür thronen nun über dem Südhorizont der Steinbock und der Wassermann. In Richtung Osthorizont sieht man indes die Fischer immer besser (und zwar unterhalb des Sternbildes Pegasus) und vor allem macht sich das Sternbild Andromeda (mitsamt der Andromeda-Galaxie) Nacht für Nacht immer mehr in Richtung Zenit auf den Weg. Im November steht dann die (mit bloßem Auge durchaus sichtbare) Andromeda-Galaxie fast genau im Zenit. Direkt über dem Ost-Horizont schiebt sich jede September-Nacht zunächst der Fuhrmann und gegen Ende des Monats auch der Stier empor. An ihnen ist unmissverständlich zu erkennen, dass wir Herbst haben und es bald schon in Richtung Winter gehen wird …

Noch mehr zu den Sternbildern gibt’s auf:
http://www.abenteuer-sterne.de/sternenhimmel-september-2017/

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