Hofreiter in Rosenheim

Grüner Spiztenkandidat mit leidenschaftlichem Plädoyer für echten Klimaschutz und nachhaltige Mobilität

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Rosenheim – Dr. Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Deutschen Bundestag sowie bayerischer Spitzenkandidat, besuchte vergangene Woche auf Einladung des Grünen-Kreisverbandes den Landkreis Rosenheim. Nach dem Besuch der Simsseer Weidefleisch-Erzeugergenossenschaft in Stephanskirchen plädierte Hofreiter am Abend dann gemeinsam mit dem heimischen Direktkandidat Korbinian Gall im vollbesetzten Saal des Mail Kellers für echten Klimaschutz und eine nachhaltige Mobilität.

Die Zuhörer ermahnte er zum Schluss in einem eindringlichen Appell, am 24. September wählen zu gehen.

Am Nachmittag stand der Besuch einer Erzeugergenossenschaft in Stephanskirchen – der Simsseer Weidefleisch eG der Familie Finsterwalder – auf dem Programm. Die dort praktizierte symbiotische Landwirtschaft ist eine konsequente Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus. Sie dient dem Wohlbefinden aller im System wirkenden Teile: dem Boden, dem Wasser, den Pflanzen, den Tieren und Menschen mit sinnvoller Arbeit, gutem Leben und guten Lebensmitteln. Nach der Besichtigung der Weidehaltung der Schweine und des Aufstallungs- und Metzgereibereiches diskutierten Hofreiter und die Rosenheimer Grünen über die Gemeinsamkeiten der Simsseer Weidefleisch und der Grünen-Agrarpolitik.  Zum Abschluss des Besuchs überreichte Hofreiter Herrn Finsterwalder sein Buch „Fleischfabrik Deutschland“ gegen Massentierhaltung.

Mit leichter Verspätung begann dann abends die Veranstaltung „Weil es keinen Planeten B gibt“. Denn im brechend vollen Saal des Rosenheimer Mail Kellers mussten zuerst mehr Stühle herbeigeschafft werden, um allen Zuhörern Platz zu bieten. Nach der Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Hubert Lingweiler stellte der Rosenheimer Direktkandidat Korbinian Gall sich und seine politischen Ziele vor. In seiner Ansprache forderte er unter anderem den Ausbau des Fahrradverkehrs und des öffentlichen Nahverkehrs in der Region sowie eine stärkere Jugendpartizipation in der Politik.

Im Anschluss kam Anton Hofreiter in seinem Vortrag gleich zur Sache und legte dar, wie ernst die Klimakrise sei, mit schmelzendem Eis an den Polen, Dürrekatastrophen in Ostafrika und immer häufigerem Extremwetterlagen. Er verglich den vom Menschen verstärkten Treibhauseffekt der Erde damit, dass das Kohlendioxid aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas wie eine dickere Dämmung der Erdatmosphäre wirke und sich dadurch die Erde immer stärker erhitze. Dies bringe immense Folgen mit sich, zum Beispiel immer häufigere Missernten, Unwetterschäden oder der drohende Meeresspiegelanstieg. Deshalb müssten den großen Worten auf den Klimakonferenzen endlich Taten folgen.

Aus diesem Grund wollten die Grünen wieder mitregieren, um ihre Klimaschutzziele durchzusetzen. So sollen mit den Grünen zum Beispiel die 20 dreckigsten Braunkohlekraftwerke schnell abgeschaltet werden, die von schwarz-rot ausgebremste Energiewende wieder befreit werden und Ökostrom vom eigenen Dach beim Eigenverbrauch abgabenfrei gemacht werden. Beim Verkehr wollen die Grünen den Schienenverkehr verbessern und konsequent die bekannten Engpässe im Schienennetz beseitigen statt teure Prestigeprojekte zu bauen. Beim Straßenverkehr betonte Hofreiter: Autos müssen sauber werden! Der grüne Vorschlag: Der Grenzwert für Kohlendioxidausstoß von Autos wird bis 2030 auf null gesenkt. Und zwar in einem verlässlichen Pfad, dann werde die Autoindustrie entsprechend investieren. Ob man dann mit Batterie oder Wasserstoff oder etwas anderem fahre, sei Sache der Industrie – jedenfalls weg vom Öl und ein klimaneutraler Antrieb. Das Stickoxid-Problem löse man damit gleich mit.

Die Kreisvorsitzende Steffi König führte durch die an den Vortrag anschließende rege Diskussion. Aus dem Publikum kamen Fragen zu verschiedensten Themen von der Energiewende über nachhaltige Mobilität bis hin zu den Bedingungen, die die Grünen vor einer möglichen schwarz-grünen Koalition stellen würden. Zum Schluss ermahnte Hofreiter die Anwesenden in einem eindringlichen Appell, am 24.9. wählen zu gehen und dafür zu sorgen, dass nicht wieder Nazis ins Reichstagsgebäude einziehen könnten.  Der lang anhaltende Beifall zeigte, dass die Rosenheimer Grünen und Anton Hofreiter mit dem Thema „Weil es keinen Planeten B gibt“ den Nerv der Zuhörer getroffen hatten.

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Rosenheim

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