Gewerkschaft ver.di unter neuer Führung

Robert Metzger jetzt Bezirksgeschäftsführer für den Raum Südostbayern

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Rosenheim – Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat einen neuen Bezirksgeschäftsführer: Der 53-jährige Robert Metzger (Foto) tritt die Nachfolge des im Mai 2017 verstorbenen Rainer Wessely an. Metzger ist seit vielen Jahren im Bezirk der Region Südostoberbayern mit Sitz in Rosenheim als Gewerkschaftssekretär für den Bereich des Gesundheitswesens und als stellvertretender Bezirksgeschäftsführer tätig. Der seit 1986 als Gewerkschaftssekretär arbeitende Metzger war davor beim Arbeitsamt in Rosenheim beschäftigt.

Auf die Herausforderung angesprochen, die er sich für sein Amt gesetzt hat, entgegnet er, dass dies sicher die Veränderung der Arbeitswelt durch die Digitalisierungsebene 4.0 sein wird. Von ihr wird in großem Maße die gesamte Dienstleistungsbranche betroffen sein und sie wird die Zahl und die Qualität der bisherigen Arbeitsplätze in dieser Branche massiv beeinflussen; davon ist Metzger überzeugt. Metzger rechnet mittelfristig auch mit einem deutlichen Abbau von Arbeitsplätze.

Deshalb dürfe man vor der Digitalisierung nicht „den Kopf in den Sand stecken“, sondern müsse sich an den Prozessen dorthin gewerkschaftlich aktiv beteiligen.

Das bedeutet für Metzger, dass es Angebote und Unterstützungen zum sozialverträglichen Umstieg der Beschäftigungsverhältnisse in diese neue Technik geben muss. Ganz sicher werden dies die Arbeitnehmer aber nicht „geschenkt“ bekommen, so Metzger. Wie schon in der Vergangenheit wird Druck auf die Politik und die Wirtschaft durch die Gewerkschaften und den darin aktiven Mitgliedern notwendig sein, wenn diese nicht die Verlierer der Digitalisierung sein wollen.

„Mit diesem Thema werden wir auch wieder mehr jüngere Menschen für die Gewerkschaft interessieren können“ zeigt sich der Gewerkschafter überzeugt. Schließlich steht diese Generation vor vielen unbeantworteten Fragen, allgemein, hinsichtlich der beruflichen Bildung und im Besonderen zu den Themen Arbeitszeit, Mobilität, Überwachung und Verschmelzung von Beruf und Freizeit/ Familie. Die Gewerkschaften können dazu Lösungen in Form von Tarifverträgen und Vereinbarungen anbieten und den Arbeitnehmern eine sichere Existenzgrundlage liefern.

Und da gilt das „alte Motto“ der Gewerkschaften: Nur gemeinsam sind wir stark!

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