Wird der Rosenheimer Vergewaltiger jetzt geschnappt?

Im Oktober: DNA-Reihenuntersuchung wegen Vergewaltigung am Mangfalldamm geplant

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Rosenheim – Nach der Vergewaltigung vom 23. Juli dieses Jahres konnte in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsmedizin in München eine  DNA-Spur herausgearbeitet werden, die offensichtlich vom Täter des Gewaltverbrechens stammte. Aufgrund weiterer Erkenntnisse der Kriminalpolizei Rosenheim dürften sich unmittelbar vor, während und nach der fraglichen Tatzeit rund 800 männliche Personen in der Nähe des Tatorts aufgehalten haben.

Um einen möglichen Tatverdächtigen zu überführen bzw. Unschuldige zweifelsfrei zu entlasten, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, eine Reihenuntersuchung angeordnet.

Eine 21 Jahre alte Frau befand sich am frühen Sonntagmorgen, zwischen drei und vier Uhr, auf dem Heimweg von der Innenstadt, als sie ein unbekannter Mann unvermittelt von hinten angriff und in ein angrenzendes Waldstück zerrte. Dort vergewaltigte er die 21-Jährige und flüchtete. Die Frau suchte im nahliegenden Wohngebiet an der Kunstmühlstraße um Hilfe, woraufhin ein Anwohner die Polizei verständigte. Die Kriminalpolizei Rosenheim hat unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, die Ermittlungsgruppe „Mangfalldamm“ gebildet. Diese ging seitdem zahlreichen Hinweisen nach und wertete sämtliche Spuren aus, die in Zusammenhang mit der Tat angefallen waren. Aufgrund der kriminaltechnischen Untersuchungen, die in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsmedizin in München und dem Bayerischen Landeskriminalamt durchgeführt wurden, konnte eine DNA-Spur gesichert werden, die offensichtlich vom Täter stammte. Ein Abgleich in der DNA-Datenbank verlief ergebnislos.

Das Amtsgericht Rosenheim erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Beschluss zur Durchführung der DNA-Reihenuntersuchung, der am 14. und 15. Oktober 2017 im Bildungszentrum Rosenheim der Handwerkskammer für München und Oberbayern vollzogen wird. Die Teilnahme der definierten Personengruppe an diesem Screening ist freiwillig, kann aber auch zur zweifelsfreien Entlastung von Unschuldigen beitragen. Die Auswertung der anonymen Speichelproben erfolgt durch das Bayerische Landeskriminalamt in München. Ein Abgleich des gewonnenen DNA-Musters wird ausschließlich mit der gesicherten Tatortspur durchgeführt. Eine Speicherung in der DNA-Datenbank sowie ein Vergleich mit bereits einliegenden Mustern ist rechtlich nicht zulässig. Nach dem Abgleich mit der Tatortspur werden die unzutreffenden DNA-Muster nach den gesetzlichen Bestimmungen vernichtet.

Die Kripo Rosenheim bittet darüberhinaus weiterhin um Hinweise zur Tat. Wer der Polizei Informationen zu Klärung des Verbrechens mitteilen kann, wird gebeten, sich unter 08031 / 200 – 3087 bei den Ermittlern zu melden.

 

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