Erster Sieg für die FireGirls

Aiblings Basketballerinnen schlagen am Samstagabend zuhause Herne mit 62:47

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Bad Aibling – Erstes Heimspiel, erster Sieg! Nach einer starken kämpferischen Leistung bezwangen die FireGirls am Samstagabend die Gäste aus Herne mit 62:47. Dabei zeigte das Basketball-Bundesligateam aus Bad Aibling viel Herz und Leidenschaft – die Spielerinnen konnten einen 29:33 Halbzeit-Rückstand in der zweiten Hälfte noch drehen. Vor begeisterten Zuschauern in der bestens gefüllten Sporthalle machte dieses Spiel der FireGirls sowohl den Fans als auch dem Trainerteam Mut für den weiteren Saisonverlauf.

Die Heimpremiere der Aiblinger Erstligabasketballerinnen stand ganz im Zeichen der Nr. 13. Denn wie berichtet hat sich Lena Bradaric, Kapitän der FireGirls, vor knapp zwei Wochen eine schwere Knieverletzung zugezogen und kann somit gar nicht mehr ins Spielgeschehen in dieser Saison eingreifen. Leider musste die Spielführerin sogar ein weiters Mal eine OP über sich ergehen lassen, weil eine Infektion im Knie auftrat. Nun ist sie wieder auf dem Weg der Besserung und kann den Sieg ihres Teams feiern und genießen.

Gegen den Herner TC zeigten die Aiblinger Fireballs Damen eine geschlossene Mannschaftsleistung und bezwangen an diesem Samstag , wie schon in der vorherigen Saison, auch dieses Mal in eigener Halle wohl mittlerweile ihren Lieblingsgegner und schenkten ihrer Nr. 13 den Sieg. Als Symbol und Geste für die schnelle Genesung von Lena Bradaric trugen alle Aiblinger Spielerinnen ein Shirt mit der Nr. 13 auf dem Rücken.

Die Partie begann fahrig auf beiden Seiten. Viele Fehler, Nervosität und auch Ungenauigkeiten im Abschluss waren die Folge. So war es nicht verwunderlich, dass Herne mit einer minimalen Führung von einem Punkt ins zweite Viertel ging (11 zu 12 aus Sicht der Fireballs). In diesem Spielabschnitt hatten die zahlreichen Besucher in der Sporthalle des Sportparks Bad Aibling das Gefühl, dass Herne nun an Oberwasser gewann und in der 14. Minute sah es so aus als ob die Nordrhein-Westfälinnen nun auch ihrer Favoritenrolle gerechet werden würden. Mit 14 zu 22 waren die Damen aus der oberbayerischen Gesundheit- und Thermenstadt im Rückstand und konnten hierbei auch ihre Fehlerquote nicht in den Griff bekommen. Die „Neuen“ im Team wie Chelsea Waters und auch Detinee Young waren zu nervös und aufgeregt vor diesem enthusiatischem Publikum. Alina Hartmann erwischte leider in der Offense keinen Sahnetag, war aber in der Defense oft zur Stelle und hechtete jedem Ball nach. Sogar mit so einem vehementen Einsatz, dass sie mit der Hüfte gegen die Haupttribüne fiel und sich hierbei Blessuren zuzog. Ein Einsatz am kommenden Dienstag in Nördlingen scheint aber nicht in Gefahr zu sein. Die FireGirls kämpften sich im zweiten Spielabschnitt mit 29 zu 33 heran, somit war alles in Reichweite für einen Sieg im geliebten Wohnzimmer.

Die Fans spürten im dritten Viertel mehr und mehr, dass hier was möglich sein könnte, denn Herne war an diesem Tage nicht die erwartete Übermannschaft. Wahrscheinlich waren es die Fans, die zum einen den FireGirls immer mehr Kraft und Sicherheit gaben und zum anderen die Damen aus dem Nord-Westen Deutschlands mehr und mehr verunsicherten. Die Körbe fielen nicht mehr so leicht und bei Bad Aibling klappten nun die Punkte, die man noch im ersten Spielabschnitt liegen gelassen hatten. So gewann man das 3. Viertel mit 21 zu 9. Herne verzweifelte nun, traf schlechte und unüberlegte Entscheidungen und die Defensive der Aiblingerinnen funktionierte immer besser. So hielten sie Herne im letzten Viertel bei gerade mal 5 Pünktchen und selbst erzielte man noch einmal 12. So gab es am Ende ein Schaulaufen und große Party in der Sporthalle des Aiblinger Sportparks. Es ist schon eine Kunst, den Gegner im Basketball unter 50 Punkte zu halten. Selbst erzielten die Fireballs ganze 62. Dabei ist vor allem Cyrielle Recoura mit 19 Punkten und Lindsay Sherbert mit 16 Punkten und 11 Rebounds von dieser geschlossenen Mannschaftsleistung herauszuheben. Der Headcoach Milos Kandzic und sein Assistantcoach Roland Sovarzo waren nach dem Spiel sichtlich zufrieden und freuten sich über ihren Coup. Denn sie hatten die FireGirls optimal auf den Gegner eingestellt und auch während des Spiels am eigenen „Game Plan“ festgehalten. Es durften am Ende sogar die zwei Eigengewächse aus der eigenen Nachwuchsabteilung ran. Vanessa Gibbels und Sonja Nagel schnupperten zum ersten Mal Erstligaluft.

Am kommenden Samstag, den 7. Oktober, steht gegen TK Hannover das nächste Heimspiel um 19.00 Uhr in der Sporthalle des Sportparks Bad Aibling/ Mietraching an. Diejenigen, die noch nie ein Basketballspiel gesehen haben oder noch nie in den Genuss der Fireballs gekommen sind, sollten sich einmal von der Couch aufraffen und sich ein solches einmaliges Familiensportevent nicht entgehen lassen.

Es spielten: Cyrielle Recoura (19 Punkte, 6 Rebounds, 4 Assists, 3 Steals und 3 Blocks), Lindsay Sherbert (16 Punkte, 11 Rebounds), Destinee Young (9 Punkte), Chelsea Waters (8 Punkte und 13 Rebounds), Lauren Engeln (8 Punkte), Alina Hartmann (2 Punkte), Vanessa Gibbels und Sonja Nagel.

 

 

 

 

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