Afrikaner zwischen Rädern und Achsen

Bundespolizei wird am Raublinger Bahnhof fündig und setzt Güterzugkontrollen fort

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Raubling/Rosenheim – In der vergangenen Woche hat die Bundespolizei am Bahnhof in Raubling wieder Güterzüge kontrolliert. Im Verlauf dieser Schwerpunktaktion wurden erneut vier Migranten auf einem Güterzug aus Italien entdeckt. Ab Dienstagmorgen  setzen die Bundespolizisten die Güterzugkontrollen fort.

Am Freitagvormittag haben Beamte der Bundespolizei auf einem Güterzug, der von Bozen in Richtung München unterwegs war, vier afrikanische Personen festgestellt. Die Männer und Jugendlichen im Alter von 16 bis 30 Jahren hatten sich auf Waggons unter Lkw-Trailern versteckt. Auf schmalen Stahlstreben zwischen den Rädern und Achsen liegend waren sie unerlaubt nach Deutschland gelangt. Ihre lebensgefährliche Reise endete am Raublinger Bahnhof. In Deutschland durften allerdings nur zwei der Migranten bleiben. Die beiden 16-jährigen aus Guinea und Sierra Leone wurden in die Obhut des Jugendamtes übergeben. Ihren 22 und 30 Jahre alten Begleitern aus Kamerun und Guinea kam es offenbar nicht auf Schutz in der Bundesrepublik an. Sie wurden an die österreichischen Behörden überstellt.

Da die Bundespolizei in Rosenheim und München in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Migranten, die unter Lebensgefahr mit Güterzügen reisen, festgestellt hat, wird ab Dienstagmorgen die nächste Schwerpunktaktion durchgeführt. Während der einzelnen Kontrollmaßnahmen sind die Bahnstrecken in Richtung Rosenheim beziehungsweise Kufstein aus Sicherheitsgründen gesperrt. Auswirkungen auf den Personenverkehr können daher nicht ausgeschlossen werden. Voraussichtlich wird ein Polizeihubschrauber den Einsatz zwischen Kiefersfelden und Raubling unterstützen. Angesichts der Folgen für den Zugverkehr und der durch den Flugbetrieb bedingten Geräuschentwicklung bittet die Bundespolizei die Bevölkerung um Verständnis.

 

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