Kriegsgräber mahnen

Landrat mit Sammlungsaufruf des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge

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Landkreis – Ab der nächsten Woche vom Freitag,  20. Oktober, bis zum Sonntag, 5. November, findet in diesem Jahr wieder die Sammlung zugunsten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auch in den Gemeinden des Altlandkreises statt. Der Spendenerlös dient der Gedenk- und Friedensarbeit des Volksbundes, der einen Großteil der erforderlichen Mittel selbst aufbringen muss.

Daher bitten Landrat Wolfgang Berthaler, in seiner Funktion als Vorsitzender des Kreisverbandes Rosenheim, und Pius Graf, der 1. Obmann der Interessengemeinschaft der Krieger- und Veteranenvereine sowie Soldatenkameradschaften im Landkreis Rosenheim, um freundliche Aufnahme der ehrenamtlichen Sammler und um eine großzügige Spende, damit der Verband seinen humanitären Auftrag weiterhin erfolgreich fortführen könne.

Seit 1989 wurden hunderttausende Kriegstote in Osteuropa aus gefährdeten Grabanlagen geborgen, viele von ihnen identifiziert, alle würdig bestattet und die Angehörigen, wo immer dies möglich war, benachrichtigt. Parallel dazu wird die Gräberdatenbank auf der Internetseite www.volksbund.de ständig erweitert. Sie umfasst aktuell über 4,75 Millionen Verlustmeldungen, wobei jeder Name nicht nur für ein Kriegsschicksal, sondern auch für ein Familienschicksal steht.

Zudem arbeitet der Volksbund seit 1953 mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf den Kriegsgräber- und Gedenkstätten Europas. So wurden auch heuer wieder rund 14.000 Teilnehmer in rund 70 Workcamps sowie in den vier Jugendbegegnungs- und Bildungseinrichtungen in Golm, Lommel, Niederbronn und Ysselstein betreut.

Der Volksbund wurde 1919 durch Heimkehrer, Witwen und Hinterbliebene des Ersten Weltkrieges ins Leben gerufen. Er ist damit eine der ersten Bürgerinitiativen in Deutschland. Derzeit pflegt die Organisation in 46 Ländern auf 833 Kriegsgräberstätten die Gräber von über 2,7 Millionen Toten beider Weltkriege.

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