Chef zahlt – Angestellter trotzdem im Gefängnis

Bundespolizei bringt Albaner in Untersuchungshaft

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Kiefersfelden/Rosenheim – Die Bundespolizei hat am Dienstag  einen gesuchten Mann auf der A93 in Richtung München festgenommen. Sein Chef versuchte, ihm den Gang ins Gefängnis zu ersparen. Der Albaner sitzt dennoch hinter Gittern.

In den Morgenstunden stoppten Bundespolizisten an der Grenzkontrollstelle bei Kiefersfelden ein Fahrzeug mit deutschen Kennzeichen. Sie überprüften die Personalien der Insassen. Dabei stellte sich mit Hilfe des Fahndungscomputers heraus, dass der 39-jährige Beifahrer mit Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Frankenthal (Pfalz) gesucht wurde. Wegen Trunkenheit im Verkehr hatte der albanische Staatsangehörige noch rund 1.600 Euro zu zahlen. Da der Mann die Summe vor Ort nicht aufbringen konnte, wurde er zur Rosenheimer Dienststelle gebracht. Dort zahlte sein Arbeitgeber den geforderten Betrag und wollte damit den Haftaufenthalt seines Angestellten verhindern. Aber bei der Durchsuchung des Festgenommenen entdeckten die Beamten einen gefälschten Führerschein und mehrere deutsche Dokumente.

Daher ergab sich der Verdacht des Verschaffens falscher amtlicher Ausweise sowie des längerfristigen unerlaubten Aufenthalts. Die zuständige Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft. Auf richterliche Anordnung hin brachten die Bundespolizisten den Albaner ins Traunsteiner Gefängnis.

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