Ein wunderbarer Bau

Erweiterungsgebäude der Realschule Bruckmühl offiziell eingeweiht

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Bruckmühl – Schulleiter Theo Förg kam richtig ins Schwärmen: „Es ist ein Traum, was derzeit so passiert. Die Schüler sind sehr stolz auf den modern gestalteten Erweiterungsbau und sie sagten ihm, in die Schule gehen macht richtig Bock. Eigentlich wollen alle Schüler in den Neubau.“ Nur eine Woche nach den Feierlichkeiten am Realschulstandort Prien wurde heute das Erweiterungsgebäude der Staatlichen Realschule in Bruckmühl eingeweiht.

„Heute ist ein glücklicher Tag, wir nehmen ein weiteres Gebäude in unserer Schulfamilie in Betrieb“, sagte Landrat Wolfgang Berthaler für den Landkreis Rosenheim, der Sachaufwandsträger der weiterführenden Schulen ist. Er bedankte sich bei seinen Amtsvorgängern Dr. Max Gimple und Sepp Neiderhell, „Sie haben etwas angefangen, was ich weiterführen darf.“ Ganz grundsätzlich betonte Berthaler die große Bedeutung von Investitionen in Schulen, „die Schüler sind unsere Zukunft, ihr Wissen ist wichtig.“

Die Realschule in Bruckmühl war zum Schuljahr 2004/2005 in Betrieb gegangen, damals noch als Außenstelle der Realschule Bad Aibling. „Es war eine gute Entscheidung, nach Bruckmühl zu gehen“, sagte der Landrat und ließ die Schulgeschichte Revue passieren. Besonders freute Berthaler, dass es wie schon am Realschulstandort Prien auch in Bruckmühl gelang, unter der geplanten Kostenberechung zu bleiben. Das neue Schulgebäude mit einer Geschossfläche von gut 2.500 Quadratmetern wurde in gut 17 Monaten errichtet. Von den Gesamtbaukosten in Höhe von 8,5 Millionen Euro trägt der Landkreis Rosenheim 6 Millionen. Die verbliebenen 2,5 Millionen Euro sind Fördergelder des Freistaats.

Wilhelm Kürzeder, der Ministerialbeauftragte für die Realschulen Oberbayern-Ost zitierte den früheren amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy mit den Worten „Es gibt nur eines, was auf Dauer teuer ist – keine Bildung.“ Für Kürzeder muss Deutschland auf Bildung setzen, „wenn unser Land auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen soll, brauchen wir den Rohstoff Geist.“ Der Ministerialbeauftragte lobte den Landkreis als Schul- und Bildungslandkreis, „der bereit ist, außerordentliche Anstrengungen zu unternehmen. Der Schulbau und die Ausstattung belegen dies vorbildlich.“ Zum neuen Gebäude sagte Kürzeder „ein wunderbarer Bau.“

In der vergleichsweise kurzen Geschichte der Staatlichen Realschule spielt auch die Gemeinde Bruckmühl eine tragende Rolle. „Es war selbstverständlich, dass wir Flächen für den Erweiterungsbau zur Verfügung stellten“, sagte zweiter Bürgermeister Klaus Christoph. Auch er stellte fest, „die Schule erfreut sich größter Beliebtheit“.

Bevor der evangelische Pfarrer Samuel Fischer und der katholische Pastoralreferent Markus Brunnhuber den kirchlichen Segen erteilten, übergab Architekt Jürgen Dennerle von Schwinde Architekten symbolisch den Schlüssel zum neuen Schulgebäude (Foto unten).

Im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus befinden sich die Fachklassen Werken mit direktem Zugang von außen, die Küche mit Mensa sowie Bibliothek und Ganztagesbetreuung. Im ersten Obergeschoss sind die Fachräume Biologie und Physik sowie ein großer teilbarer Mehrzwecksaal mit Stuhllager, ein Büro für den Schulpsychologen und der zentrale Serverraum. Im geteilten Mehrzweckraum finden zwei Klassenräume Platz. Drei EDV-Lehrsäle, ein Musik-Lehrsaal, die Schulküche mit Unterrichtsraum und ein Aktivbereich für die Schülerinnen und Schüler befinden sich im zweiten Obergeschoss.

Das neue Schulgebäude ist zudem teilweise unterkellert. Dort sind die Technikzentrale, Lagerräume und die Umkleiden für das Küchenpersonal untergebracht. Auf der Südseite des Gebäudes, zwischen der Sporthalle und dem Erweiterungsbau können die Schülerinnen und Schüler einen neuen attraktiven Schulhof mit verschiedenen Sitz- und Spielmöglichkeiten nutzen. Die bestehenden Schulgebäude sind zudem über einen etwa 50 Meter langen Laubengang mit dem Erweiterungsbau verbunden.

In der Staatlichen Realschule in Bruckmühl wurden im Schuljahr 2005/2006 in sechs Klassen 188 Schülerinnen und Schülern unterrichtet. Seit dem Schuljahr 2009/2010 ist deren Anzahl relativ konstant. Die Jahrgangszahlen schwankten zwischen 610 und 658 Jugendlichen. Auch bei der Zahl der Klassen änderte sich nur wenig. Meist waren es 25 Klassen, einmal 24 und aktuell sind es 26 Klassen.

Foto: Schulleiter Theo Förg, Architekt Jürgen Dennerle und Landrat Wolfgang Berthaler (v.l.)

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