In mehreren Türen geirrt

Betrunkener Student bricht in Rosenheimer Wohnung ein und schläft in fremdem Bett

image_pdfimage_print

Rosenheim – In der vergangenen Nacht zur Geisterstunde wurde eine 19-jährige Studentin in der Uhlandstraße unsanft aus dem Schlaf gerissen, als die Terrassentür ihres Schlafzimmers zu Bruch ging. Auf das Rollo und die Terrassentür wurde von außen mit einem Fahrrad mehrfach eingeschlagen, bis sowohl das Rollo, als auch die Terrassentür vollständig zerstört waren. Die 19-jährige flüchtete zu einer Nachbarin und verständigte die Polizei.

Kurz danach wurde ein 18-Jähriger im gleichen Haus ebenfalls unsanft geweckt, weil seine Wohnungstür eingetreten wurde. Plötzlich stand ein junger Mann in seinem Zimmer und verlangte ein Pflaster. Auch der 18-Jährige flüchtete aus seiner Wohnung zu einem in der Nähe wohnenden Bekannten und verständigte ebenfalls den Notruf.

Eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenbesatzungen verlief zunächst ohne Ergebnis. Als dann die Wohnungen zur Spurensicherung betreten wurden, erlebten die Polizisten eine angenehme Überraschung.

Der junge Mann, ein 20-jähriger Student aus Niederbayern, war gar nicht vom Tatort geflüchtet. Er hatte sich in der zweiten Wohnung entkleidet, seine Klamotten sauber über einen Stuhl gehängt, sein Handy an ein zufällig passendes Ladegerät angesteckt und sich ins Bett gelegt. Da er offensichtlich noch Hunger hatte, aß er das auf dem Tisch liegende Müsli des Bewohners und schlief dann ein.

Er konnte nur mit viel Mühe geweckt werden. Als er dann vier Polizisten vor „seinem“ Bett stehen sah, flippte er völlig aus. Er sah einfach nicht ein, warum er jetzt „sein“ Bett verlassen sollte. Er war in seinem alkoholisierten Zustand der festen Überzeugung, dass er sich in seiner Wohnung befindet, obwohl diese mehrere Straßenzüge entfernt ist.

Er wurde festgenommen und zur weiteren Sachbearbeitung zur Dienststelle gebracht. Auf dem Weg zur Dienststelle leistete er Widerstand und beleidigte die Polizisten. Ihn erwarten nun einige Anzeigen. Zudem werden noch die Kosten für die provisorische Reparatur durch die Feuerwehr und die endgültige Reparatur seiner Zerstörungen auf ihn zukommen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.